Beim Getränke- und Snackkonzern PepsiCo lässt die erwartete Belebung des wichtigen Nordamerika-Geschäfts weiter auf sich warten. Höhere Kosten veranlassen Konzernchef Ramon Laguarta, für das laufende Geschäftsjahr mit einem schwächeren Ergebniszuwachs zu rechnen. Das vergangene Quartal fiel jedoch besser aus als befürchtet.
Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf währungsbereinigter Basis nun lediglich um ein bis zwei Prozent wachsen, teilte der Hersteller von Doritos, Lay’s und Gatorade am Donnerstag mit. Bisher hatte PepsiCo für das Ergebniswachstum die Untergrenze seiner Prognosespanne von vier bis sechs Prozent angesetzt. Im dritten Quartal lag der Zuwachs bei 1,5 Prozent.
Seit einiger Zeit versucht PepsiCo, den Verkauf seiner salzigen Snacks anzuschieben. Im Februar hatte der Konzern die Preise für bestimmte mittelgroße Packungen seiner wichtigsten Marken reduziert. Gleichzeitig machen höhere Produktionskosten und die schwindende Ausgabefreude der Verbraucher dem Unternehmen zu schaffen – besonders in Nordamerika. „Unser Geschäft in Nordamerika hat sich schlechter entwickelt als erwartet und bietet erhebliches Verbesserungspotenzial“, sagte Laguarta. Weitere Möglichkeiten zum Kostensparen seien bereits ermittelt worden und sollten in den nächsten Monaten umgesetzt werden.
Im dritten Quartal kam das Wachstum vor allem aus Lateinamerika, dem asiatisch-pazifischen Raum und der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika). Der Umsatz erhöhte sich insgesamt um knapp sechs Prozent auf 25,3 Milliarden Dollar. Ein deutlicher Teil des Anstiegs ging auf Übernahmen und Wechselkurseffekte zurück; organisch legten die Erlöse lediglich um gut drei Prozent zu. Der operative Kerngewinn stieg um drei Prozent auf knapp 4,3 Milliarden Dollar. Je Aktie erzielte PepsiCo bereinigt 2,34 Dollar – ein Plus von zwei Prozent und mehr, als Analysten erwartet hatten.
Vorbörslich legte die Aktie in den USA um gut zwei Prozent zu. Offenbar hatte man am Markt noch schlechtere Zahlen befürchtet. Der Dividendenaristokrat PepsiCo ist weiterhin eine spannende Wette auf den Turnaround. Der Stoppkurs sollte nach wie vor bei 99,00 Euro beachtet werden.
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