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BASF‑Chef Kamieth zu Evonik: "Wir wollen unsere Chance nutzen"

BASF‑Chef Kamieth zu Evonik:
Foto: BASF SE
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Thorsten Küfner Heute, 11:16 ‧ Thorsten Küfner
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Die Chemieindustrie könnte vor einer Phase verstärkter Zusammenschlüsse stehen. Davon geht BASF-Chef Markus Kamieth aus. So verwies er beim Deutschland-Gipfel von „Handelsblatt“ und WirtschaftsWoche in Berlin auf mögliche Chancen für den Ludwigshafener Konzern: „Als Marktführer wollen wir unsere Chancen dabei nutzen“.

Ein konkretes Beispiel für solche Aktivitäten ist das Interesse von BASF an Evonik. Vor wenigen Wochen legte der Konzern dem Essener Chemieunternehmen eine Offerte von rund zehn Milliarden Euro vor. Der Evonik-Vorstand lehnte das Angebot ab. Kamieth äußerte sich auf dem Podium nicht näher zu diesem konkreten Vorgang, erläuterte aber, warum BASF Zusammenschlüsse grundsätzlich für sinnvoll hält.

Aus seiner Sicht sprechen industrielle Überlegungen für eine Verbindung mit einem weiteren großen Spezialchemieanbieter. „Eine Kombination von BASF und einem anderen starken Spieler aus der Spezialchemie ergibt sehr viel Sinn“, sagte Kamieth. In einem solchen Verbund könne BASF zusätzlich seine Kompetenzen in der Basischemie einbringen. Damit skizzierte er eine mögliche Ergänzung zwischen BASFs Stärke im Grundstoffgeschäft und dem Fokus eines Spezialchemieunternehmens.

Evonik ist der zweitgrößte Chemiekonzern Deutschlands und konzentriert sich auf margenstarke Spezialchemieprodukte. Kamieths Aussagen waren die ersten öffentlichen Äußerungen des BASF-Vorstandschefs, seit der Vorstoß bei Evonik bekannt geworden ist. Bislang hatte BASF lediglich bestätigt, Sondierungsgespräche zu führen. Über deren weiteren Verlauf sowie den möglichen Ausgang ist aktuell noch nichts entschieden.

BASF (WKN: BASF11)

Es dürfte spannend werden, was in den kommenden Wochen und Monaten in diese Angelegenheit geschehen wird. Ähnlich wie etwa bei der Übernahme von Covestro durch ADNOC könnten auch diesmal enorm lange Sondierungen bevorstehen. Es bleibt dabei: Investierte Anleger lassen bei Evonik die Gewinne laufen und beachten den Stopp bei 13,00 Euro. Auch BASF ist weiterhin auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR (Stopp: 39,00 Euro).

Hinweis auf Interessenkonflikte


Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.

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