Ein KI-Agent sucht den Flug heraus, vergleicht drei Hotels und bucht das passende Zimmer – ohne dass der Nutzer auch nur einmal seine Kreditkarte zückt. Was nach Zukunftsmusik klingt, wird gerade Alltag. Für Anleger stellt sich damit eine entscheidende Frage: Wer kassiert künftig die Gebühr? Die alten Kartennetzwerke jedenfalls nicht, lautete lange die gängige Antwort.
Gleich zwei Entwicklungen rütteln am Fundament des Zahlungsverkehrs. Stablecoins – an Dollar oder Euro gekoppelte Digitalwährungen – versprechen schnelle Überweisungen rund um die Uhr, ohne Umweg über das Bankensystem. Gleichzeitig übernehmen KI-Agenten zunehmend Einkäufe und Buchungen. Beides zielt auf das Herzstück von Visa. Nicht wenige hatten den Konzern deshalb schon abgeschrieben.
In San Francisco hat man die Hände aber nicht in den Schoß gelegt. Statt sich gegen die neuen Technologien zu stemmen, drückt Visa selbst aufs Gas – und spielt dabei Trümpfe aus, die Neulingen fehlen. Wie weit der Konzern bereits ist, überrascht trotzdem.
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