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10.07.2020 Thorsten Küfner

Paukenschlag bei BASF - erste Zahlen sind da!

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BASF

Die operative Entwicklung des Chemiekonzerns BASF ist im zweiten Quartal schwer durch die Corona-Krise und eine schwache Nachfrage der Autoindustrie belastet worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen brach im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 77 Prozent auf 226 Millionen Euro ein, wie BASF nun auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Allerdings hatten Analysten im Mittel einen noch stärkeren Rückgang erwartet, weshalb die BASF-Aktie unmittelbar nach der Meldung knapp ein Prozent ins Plus drehen konnte. 

Hauptgrund für die schwächere Entwicklung im Jahresvergleich waren natürlich die Folgen der weltweiten Corona-Lockdowns. Hiervon wurde besonders die Automobilbranche getroffen - der wichtigste Kunde des Chemieriesen. Hingegen konnten die Segmente Nutrition & Care sowie Sonstige ihr Ergebnis steigern. Der Gewinn der Sparte Agricultural Solutions lag indes auf dem Niveau des Vorjahres.

Abschreibung belastet das Ergebnis stark

Unter dem Strich entfällt auf die Anteilseigner der BASF im zweiten Quartal auch wegen Abschreibungen auf die Beteiligung Wintershall Dea (knapp 800 Millionen Euro) infolge des Ölpreisrutsches ein Verlust von 878 Millionen Euro. Hier hatte vor einem Jahr dank eines Buchgewinns im Zusammengang mit der Zusammenführung des Öl- und Gasgeschäfts der Tochter Wintershall mit dem Rivalen Dea noch ein dickes Plus von fast 6 Milliarden gestanden. Den detaillierten Bericht zum zweiten Quartal legt BASF am 29. Juli vor. Zur kompletten Unternehmensmeldung.

BASF (WKN: BASF11)

Die Eckdaten für das historisch schwierige zweite Quartal waren natürlich alles andere als ein Leckerbissen, aber zumindest nicht so schlimm wie befürchtet. Dank der staatlichen Konjunkturprogramme besteht aber durchaus die Hoffnung, dass im Laufe des zweiten Halbjahres und vor allem im kommenden Jahr die Weltwirtschaft wieder etwas Schwung aufnehmen kann. Davon dürfte dann BASF deutlich profitieren. Wegen des aktuell eher wenig einladenden Charts drängt sich ein Einstieg aktuell noch nicht auf. Wer bereits investiert ist, beachtet weiterhin den Stopp bei 42,00 Euro. 

Mit Material von dpa-AFX

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BASF.