Alex Karp hat es wieder einmal geschafft: Entsetzen in Europa über die scharfen, klaren Worte des Software-Genies. Es hofft, dass der Westen nicht aus Angst vor der Künstlichen Intelligenz zurückschreckt – und sorgt sich um seine alte Studienheimat Deutschland.
Während die Depot-2030-Firmen wie Nvidia, Siemens Energy oder Intel mit Kurssteigerungen von sich Reden machen, ist es still um die Aktie von Palantir geworden. Dafür legt der CEO wieder einmal den Finger in einige Wunden und scheut sich nicht, das ein oder andere Tabu anzusprechen.
Folgend einige von Palantir bei X veröffentlichten Auszüge aus dem Nr. 1 New York Times-Bestseller „Die technologische Republik: Harte Macht, weiche Überzeugung und die Zukunft des Westens“ von Alexander C. Karp.
Because we get asked a lot.
— Palantir (@PalantirTech) April 18, 2026
The Technological Republic, in brief.
1. Silicon Valley owes a moral debt to the country that made its rise possible. The engineering elite of Silicon Valley has an affirmative obligation to participate in the defense of the nation.
2. We must rebel…
Seltene Worte: „Das Silicon Valley steht in moralischer Schuld gegenüber dem Land, das seinen Aufstieg ermöglichte. Die Ingenieurselite des Silicon Valley hat eine positive Verpflichtung, sich an der Verteidigung der Nation zu beteiligen.“ Und:
Er fordert von Gesellschaften und Kulturen, „Wirtschaftswachstum und Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten. (…) Das Silicon Valley muss eine Rolle bei der Bekämpfung von Gewaltverbrechen spielen.“
Harte Macht mit Software
Ihm wird dabei zu viel debattiert und zu wenig gegen die Probleme getan: „Der Erfolg freier und demokratischer Gesellschaften erfordert mehr als moralische Appelle. Er erfordert harte Macht, und diese wird in diesem Jahrhundert auf Software basieren.“
Atombomben-Vergleich
Karp hofft: „Das Atomzeitalter geht zu Ende.“ Dem folge eine „neue Ära der auf KI basierenden Abschreckung.“ Wer nur redet und reguliert, statt zu agieren, droht abgehängt zu werden. Karp stellt klar: „Die Frage ist nicht, ob KI-Waffen entwickelt werden, sondern wer sie entwickelt und zu welchem Zweck. Unsere Gegner werden nicht in theatralischen Debatten über die Vorzüge der Entwicklung von Technologien mit kritischen militärischen und nationalen Sicherheitsanwendungen verweilen. Sie werden voranschreiten.“
Direkt adressiert er dabei erneut Deutschland: „Die Nachkriegs-Entmachtung Deutschlands und Japans muss rückgängig gemacht werden. Die Entmachtung Deutschlands war eine Überreaktion, für die Europa nun einen hohen Preis zahlt.“
Bereits im Vorjahr sagte Karp, Sohn eines jüdischen Kinderarztes aus New York und einer afroamerikanischen Künstlerin zu diesem Thema im All-In-Podcast: „Sie haben im Grunde den Energiemarkt in die Luft gesprengt, sie haben die Einwanderung in die Luft gesprengt und im Wesentlichen auch ihre Tech-Szene.“
Glauben an das eigene Gute
Das Palantir-Genie hat in Deutschland studiert und eine klare Meinung zur Lage in Europa: „Der Weg, wie man im Westen Selbstmord begeht, ist, dass man aufhört zu glauben, dass die eigene Kultur etwas Besonderes in sich hat.“
Bei diesem sensiblen Thema legt er nun im April nach: „Manche Kulturen haben bedeutende Fortschritte hervorgebracht; andere bleiben dysfunktional und rückschrittlich.“
Rückendeckung für Musk
Ein überraschendes Lob gibt es für den Tesla-Chef: „Die Gesellschaft belächelt Musks Interesse an großen Erzählungen beinahe, als sollten Milliardäre sich einfach nur darauf beschränken, sich selbst zu bereichern. Jegliche Neugier oder echtes Interesse am Wert seiner Schöpfungen wird im Grunde abgetan oder lauert unter einem kaum verhohlenen Spott.“
Über Palantir sprach er schon zum Jahreswechsel als eine „turbulente Künstlerkolonie, die eher einer Ingenieurskommune als einem Konzern gleicht.“
Schneller als Palantir: Intel, Nvidia, Aixtron – und jetzt die „neue Bloom Energy“
Palantir pausiert. Doch dank AT&S, Intel, Nvidia, Aixtron, Infineon und Samsung SDI ist das Depot 2030 innerhalb weniger Wochen von 400 Prozent Plus auf nun 470 Prozent gestiegen. Der KI-Trend ist voll intakt – und Brennstoffzellen helfen, den Strom dafür zu gewinnen. Bloom Energy hat mit einem Plus von 500 Prozent viel Freude gemacht – daher kauft das Depot 2030 in dieser Woche einen weiteren Brennstoffzellen-Geheimtipp, der von großem Interesse in KI-Firmen an seiner Lösung berichtet. Einfach hier für alle Details und Transaktionen des Depot 2030 + TFA-Depot freischalten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies, Nvidia.
Heute, 15:17