In der vergangenen Handelswoche gab es zunächst eine gute Meldung von OMV. So haben der Konzern und Adnoc die Fusion ihrer Chemiebereiche formell abgeschlossen. Diese sind nun Teil der Borouge Group International AG mit Sitz in Wien. Das neu gegründete Unternehmen wird direkt zum viertgrößten Polyolefin-Produzenten der Welt.
Allerdings gab es für die junge Gesellschaft direkt den ersten Rückschlag: So wurden Produktionsanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am Osterwochenende nach dem Abfangen eines iranischen Angriffs durch herabfallende Trümmerteile getroffen. Der Konzern erklärte: „Die Produktion in den betroffenen Bereichen wurde nach dem Vorfall bis zur Schadensbewertung und den Reparaturen eingestellt.“
Bei dem „Vorfall“ sei ein Brand entstanden, der relativ rasch gelöscht werden konnte. Zudem gab es keine Verletzten. Aich bezüglich der Einflüsse auf das operative Geschäft zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich: "Borouge verfügt dank starker Cashflow-Generierung und hoher Liquidität über eine hohe finanzielle Stabilität, um kurzfristige operative Störungen zu bewältigen.“
Auch an der Börse überwog Gelassenheit. So notierten die Anteilscheine des Energie- und Chemieriesen aus Österreich vor dem Ölpreisrutscht heute Nacht bei rund 63 Euro auf dem höchsten Niveau seit dem Börsengang im Jahre 1987. Rein charttechnisch betrachtet sieht es trotz der Korrektur grundsätzlich gut aus. Und auch aus fundamentaler Sicht gibt es Grund zum Optimismus. So ist die Dividendenperle immer noch relativ günstig bewertet.
Trotz des jüngsten Rückschlags im Nahen Osten sowie der nun einknickenden Ölpreise stehen die Chancen gut, dass der Konzern die traditionell stattliche Dividende auch in den kommenden Jahren auf einem hohen Niveau halten wird. Damit bleiben die OMV-Titel für Dividendenjäger eine attraktive Wahl. Der Stoppkurs kann bei 44,00 Euro belassen werden.
Heute, 07:46