23.04.2019 Marion Schlegel

Österreichische Biotech-Perle Marinomed: Hoffnung für Heuschnupfen-Geplagte

-%
MARINOMED BIOTECH...
Trendthema

Die österreichische Biotechnologie-Gesellschaft Marinomed hat am heutigen Dienstag positive News zu seinem Medikamentenkandidaten Budesolv veröffentlicht. Für das Flaggschiffprojekt, ein Nasenspray, zur Therapie von allergischer Rhinitis, konnte das Unternehmen die Phase-3-Studie erfolgreich abschließen.

Die nun vorliegenden Top Line-Ergebnisse zeigen, dass Budesolv bei deutlich niedrigerer Dosis zumindest die gleiche Wirkung wie das derzeit am Markt befindliche Produkt erzielt, so Marinomed in einer Mitteilung. Damit wurde der angestrebte primäre Endpunkt der Studie für das erste Produkt der innovativen Marinosolv-Technologieplattform erreicht. Der Zulassungsprozess kann wie geplant fortgesetzt werden. Wie angekündigt soll die vollständige Phase-3-Studie mit Detailergebnissen spätestens zum Ende des zweiten Quartals 2019 veröffentlicht werden.

2-Säulen-Strategie

Marinomed verfügt über zwei Technologieplattformen: Carragelose und Marinosolv. Die Plattform Carragelose umfasst patentgeschützte Produkte zur Behandlung von viralen Infektionen der Atemwege. Carragelose kommt in Nasensprays, Rachensprays und Pastillen zur Anwendung, die mit internationalen Partnern weltweit in mehr als 30 Ländern vertrieben werden. Eine Serie weiterer Produkte befindet sich im Entwicklungsstadium. Grassauer erklärt: „Einzigartig dabei ist, dass die Ursache der Erkrankung, nämlich die Viren, bekämpft wird und nicht nur die Symptome.“

Pipeline von Marinomed (Quelle: Marinomed)

Große Hoffnungen ruhen auf der zweiten Plattform Marinosolv. „Diese ermöglicht das Auflösen schwer löslicher pharmazeutischer Wirkstoffe. Damit wird die Wirksamkeit und die Geschwindigkeit bis zur Wirkung erhöht. Besonders für die Behandlung von sensiblen Organen wie Augen und Nase ist das von Bedeutung“, erklärt Grassauer im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Zudem wird eine geringere Dosis ermöglicht, was auch unerwünschte Nebenwirkungen reduziert. Das am weitesten fortgeschrittene Marinosolv-Projekt ist Budesolv. Marinomed erhofft sich hier Milliardenpotenzial – genauso wie von Tacrosolv.

Langfristige Depotbeimischung

Die Aussichten sind vielversprechend. Gelingt Marinomed mit Marinosolv der große Durchbruch, besteht enormes Potenzial für die Aktie. Der Wert eignet sich allerdings nach wie vor nur für Risikobereite.