Im sehr volatilen Marktumfeld zählt die Nordex-Aktie seit Tagen zu den stabilsten Werten. Zu Wochenbeginn legt der MDAX-Titel weiter zu und notiert bereits wieder in Schlagdistanz zum Mehrjahreshoch bei 46,90 Euro. Ein neuer Auftrag sowie ein angehobenes Kursziel von Analystenseite verleihen zusätzlichen Schwung.
Nordex soll elf Turbinen vom Typ N175/6.X für den Windpark Jasikovo in Serbien mit einem Gesamtvolumen von 70 Megawatt liefern. Diese sollen ab April 2027 errichtet und ab Juli 2027 in Betrieb genommen werden. Zum Auftrag zählt auch ein Premium-Service über 30 Jahre mit Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre.
„Dieses Projekt unterstreicht einmal mehr die Wettbewerbsfähigkeit unserer N175/6.X-Turbine und die wachsende Nachfrage nach leistungsstarken Lösungen in Südosteuropa“, so Paris Lappas, Director Sales Mediterranean East bei Nordex. „Jasikovo ist in Serbien das erste Projekt, bei dem Nordex-Turbinen zusätzlich mit unserem Anti-Icing-System ausgestattet werden.“
Derweil hat die kanadische Bank RBC das Kursziel deutlich von 26 auf 35 Euro angehoben. Da Analyst Mark Fielding damit aber immer noch knapp ein Viertel unter dem aktuellen Kursniveau liegt, lautet die Einstufung weiter „Underperform“. In einer Branchenstudie sprach er davon, dass die Zahlen vieler Unternehmen insgesamt seinen Erwartungen entsprochen hätten. 2026 dürften organisches Umsatzwachstum und eigene Anstrengungen in einem uneinheitlichen Marktumfeld für Fortschritte sorgen – auch wenn der Nahost-Krieg ein Risikofaktor sei.
Erneuerbare Energien sind angesichts der Verwerfungen bei den Öl- und Gaspreisen weiter gefragt. Der Ausbau der Windkraft dürfte sich dadurch weltweit weiter beschleunigen, was Nordex natürlich voll in die Karten spielt. Die Aktie bleibt einer der trendstärksten Werte auf dem deutschen Kurszettel und weiterhin eine Kaufempfehlung des AKTIONÄR.
Heute, 17:05