Die Aktie von Nordex kennt derzeit kein Halten. Sie klettert von einem Mehrjahreshoch zum nächsten. Zuletzt unterstützten starke Zahlen zum ersten Quartal, das Papier nahm neuen Schwung auf. Nordex-Chef José Luis Blanco sieht Europas Windkraftbranche angesichts der starken Konkurrenz aus China unter erheblichem Druck, sein Unternehmen jedoch gut positioniert.
Für ihn ist klar: Nur mit mehr Größe lassen sich die Kräfteverhältnisse verschieben. Je stärker Nordex wachse, desto besser könne sich der Konzern gegen Schwergewichte wie Goldwind, Envision oder Windey behaupten. Denkbar seien dabei auch Übernahmen oder Zusammenschlüsse – konkrete Pläne gibt es jedoch nicht.
Als Vorbild nennt Blanco Airbus: Erst durch die Bündelung europäischer Kräfte sei es gelungen, effizient zu produzieren und Kosten zu senken. Ähnliche Effekte erwartet er auch in der Windindustrie.
Nordex zählt zu den führenden westlichen Herstellern. Laut Wood Mackenzie lag das Unternehmen beim Auftragseingang zuletzt hinter Vestas auf Rang zwei. Der Konzern mit Standorten unter anderem in Hamburg und Rostock beschäftigt rund 11.100 Mitarbeiter und konzentriert sich auf Onshore-Windanlagen samt Servicegeschäft.
Analysten zeigen sich weiter optimistisch bei Nordex. Die Privatbank Berenberg hat zuletzt das Kursziel für Nordex von 50 auf 57 Euro weiter nach oben geschraubt. Das Votum lautet weiterhin „Buy“. Die Quartalszahlen des Windturbinenherstellers hätten eine dank des Effizienzprogramms beeindruckende Margenentwicklung belegt, so Analyst Richard Dawson. Zudem lobte er den Rekordauftragsbestand.
Auch DER AKTIONÄR bleibt angesichts des starken Margentrends und der hohen Nachfrage nach grüner Energie positiv gestimmt. Seit der Empfehlung im Oktober 2025 sind mittlerweile knapp 110 Prozent Gewinn angelaufen. Ein Stopp bei 38,00 Euro sichert die Gewinne nach unten ab.
Heute, 07:28