25.03.2019 Florian Söllner

Neues Chaos! Elon Musk will 1.000 Dollar mehr. Tesla Model Y und Model 3 im Fokus

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Tesla
Trendthema

Tesla-Fans verzeihen Elon Musk vieles – doch worauf viele allergisch reagieren, das ist das neue „Hin und Her“ bei Entlassungen und der Preispolitik. Die Preissenkungen von bis zu 46 Prozent über Nacht bei einzelnen Autos und das darauffolgende Zurückrudern sind bekannt. Erneut hat Elon Musk nun erinnert, dass die Preise nun wieder um drei Prozent im Schnitt erhöht werden – er spekuliert wohl darauf, dass kurz vor dem Ende des Quartals noch schnell einige Schnäppchenjäger zugreifen.

To be clear, this doesn’t affect Tesla website order prices. Existing inventory prices are currently slightly lower than on website. This will bring them in line.

Die Reaktionen seiner Twitter-Follower darauf sind sehr durchwachsen – viele sind genervt und halten dies für einen „April-Scherz.“ Viele erinnern sich: Eigentlich war Tesla mit dem Anspruch angetreten, einen verbindlichen Preis zu haben und eben keine Rabatte wie die klassischen Hersteller anzubieten.

Most luxury brands carefully manage the "off price" channel, consigning it to below-the-radar outlet stores and limiting third party advertising.

But Musk has re-discovered the JC Penney model:

Cut inventory prices 15%, then publicize a 3% price increase https://t.co/oYPR7fUD6i

Neu: Model Y wird teurer

Und jetzt geht das Preis-Chaos munter weiter. Electrek berichtet, dass seit gestern das erst vor wenigen Tagen vorgestellte Model Y bereits wieder 1.000 Dollar teurer geworden ist. Damit ist die bei der Präsentation gezeigte Preisübersicht für den Model-3-Bruder schon wieder überholt. Jetzt kostet das Model Y (ab Long Range) zwischen 48.000 und 61.000 Dollar.

Electrek erinnert an eine Mail von Elon Musk aus dem Jahr 2016: “The acid test is that if you can’t explain to a customer who paid full price why another customer didn’t without being embarrassed, then it is not right. We either win in a way that is fair and right or we lose with our honor intact and accept the consequences.” Frei übersetzt: „Wenn es Ihnen peinlich ist, einen Kunden erklären zu müssen, wieso er den vollen Preis bezahlt und ein anderer nicht, dann läuft etwas falsch. Entweder wir gewinnen fair oder wir verlieren ehrenhaft und leben mit den Konsequenzen.“

DER AKTIONÄR hält es für richtig, dass Tesla auf eine veränderte Nachfrage (gerade die alten Model S und Model X kämpfen in einigen Märkten mit nachlassendem Interesse) mit Preisanpassungen reagiert. Doch die Art und Weise der Kommunikation ist unglücklich. Tesla läuft Gefahr, einen Teil des großen Vertrauens seiner Elektroauto-Fans zu verlieren – was entscheidend für die Stärke der Marke und künftige Margen ist.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.