Microsoft arbeitet offenbar daran, den KI-Spezialisten Anthropic als Kunden für eigene KI-Chips zu gewinnen. Laut CNBC laufen Gespräche über den Einsatz der hauseigenen Maia-Prozessoren. Für den Software-Riesen wäre ein Abschluss strategisch wichtig: Im Wettbewerb um KI-Hardware liegt Microsoft bislang hinter Amazon und Google zurück.
• Microsoft verhandelt offenbar mit Anthropic über den Einsatz eigener Maia-KI-Chips.
• Ein Deal wäre strategisch wichtig, da Microsoft im KI-Hardwaremarkt hinter Amazon und Google liegt.
• RBC-Analyst Rishi Jaluria bleibt bullish für Microsoft und sieht ein Kursziel von 640 Dollar.
Erst Anfang des Jahres hatte der Konzern die zweite Generation seiner Maia-Chips vorgestellt. Die Prozessoren sind bislang allerdings noch nicht über die Azure-Cloud verfügbar. Microsoft hatte lediglich angekündigt, dass die Maia-200-Chips künftig das OpenAI-Modell GPT-5.2 antreiben sollen.
Anthropic kämpft unterdessen mit einem enormen Bedarf an Rechenleistung. Firmenchef Dario Amodei sprach zuletzt selbst von Problemen bei der verfügbaren Computing-Kapazität. Hintergrund ist der starke Erfolg des KI-Assistenten Claude sowie der Programmierlösung Claude Code. Die steigende Nachfrage erhöht den Druck auf die Infrastruktur deutlich.
Wie groß der Bedarf inzwischen ist, zeigt auch ein neuer Vertrag mit SpaceX: Demnach zahlt Anthropic bis Mai 2029 monatlich 1,25 Milliarden Dollar für zusätzliche Rechenleistung.
Die Aktie von Microsoft läuft derzeit seit einigen Wochen in einem engen Kanal seitwärts. Der Sprung über die obere Begrenzung, die bei 433,70 Dollar verläuft, wäre ein positives Signal für die Aktie.
Zuletzt äußerte sich Rishi Jaluria, Analyst bei der kanadischen Bank RBC erneut positiv für Microsoft. Er beurteilt die Wachstumschancen für den Softwarekonzern weiter positiv. Er glaubt daran, dass Microsoft die führende Position im Bereich der KI behauptet oder gar ausbauen wird. Sein Votum lautet weiter „Outperform“, sein Kursziel liegt bei 640 Dollar.
Auch DER AKTIONÄR hat Microsoft genauer unter die Lupe genommen. Eine Analyse dazu finden Sie in der Titelstory der aktuellen Ausgabe 22/2026, die Sie hier herunterladen können. Microsoft befindet sich außerdem im Magnificent 7 Index des AKTIONÄR. Wer breit gestreut auf die sieben US-Top-Technologieriesen setzen will, kann dies weiterhin mit dem Indexzertifikat auf den Index mit der WKN DA0AC0 tun. Alle Infos dazu finden Sie hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Heute, 07:34