Mega‑Boom‑Aktien: Früh dran sein, Chancen nutzen!
15.10.2020 Nikolas Kessler

Morgan Stanley: Das ist wirklich stark!

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Morgan Stanley

Morgan Stanley hat am Donnerstag vor US-Börsenstart starke Quartalszahlen präsentiert: Umsatz- und Ergebnis sind demnach auch in Zeiten von Corona kräftig gewachsen und lagen deutlich über den hohen Erwartungen der Analysten. Doch kann das auch die Anleger zufriedenstellen?

Die US-Großbank hat im abgelaufenen dritten Quartal 11,7 Milliarden Dollar Umsatz gemacht – 16 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und eine Milliarde mehr als von Analysten erwartet. Der Quartalsgewinn ist sogar um 25 Prozent auf 2,72 Milliarden Dollar oder 1,66 Dollar pro Aktie gestiegen. An der Wall Street hatte man lediglich mit einem EPS von 1,28 Dollar gerechnet.

Profitiert hat Morgan Stanley dabei vor allem von der erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten während der Corona-Pandemie, die das Handels- und Investmentgeschäft kräftig angekurbelt hat – ähnlich wie zuvor schon bei den Rivalen JPMorgan und Goldman Sachs. In dieser Sparte sind die Umsätze um 21 Prozent gestiegen. Dazu haben auch einige hochkarätige Börsengänge beigetragen, die von der Bank begleitet wurden. 

Auch bei der Vermögensverwaltung lief es für Morgan Stanley besser als erwartet. In einem positiven Marktumfeld steigen die Gebühreneinnahmen in der Regel mit dem verwalteten Vermögen, was sich in einem 7-prozentigen Anstieg des Spartenumsatzes auf 4,66 Milliarden Dollar spiegelt. Zuletzt wurde der Bereich durch die milliardenschweren Zukäufe von Eaton Vance und E-Trade gestärkt. Auf die Q3-Zahlen hatten diese aber noch keinen Einfluss.

Morgan Stanley (WKN: 885836)

Nach den starken Zahlen einiger Rivalen waren die Erwartungen im Vorfeld hoch. Obwohl die Schätzungen der Analysten klar übertroffen wurden, reagieren die Anleger im vorbörslichen US-Handel zunächst zurückhaltend auf das Zahlenwerk. Im schwachen Gesamtmarkt geht fällt die Aktie um rund ein Prozent.

Seit Jahresanfang hat sich der Kurs von Morgan Stanley jedoch vergleichsweise stabil gehalten. Seit Erstempfehlung des AKTIONÄR in Ausgabe 18/2020 liegt die Aktie sogar fast 30 Prozent vorne. Investierte Anleger bleiben dabei.