Investieren wie Peter Lynch - So geht's
25.01.2021 Emil Jusifov

Microsoft: Am Dienstag ist es soweit – keine Sorge

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Microsoft

Der Software-Riese Microsoft hat ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht und konnte 2020 nahezu in jedem Quartal überzeugen. Deswegen ist der Konzern für viele Marktbeobachter ein klarer Krisen-Profiteur. Am morgigen Dienstag stehen nun die nächsten Quartalszahlen an. Das können Anleger erwarten.

Laut Bloomberg erwarten die Analysten für das Q2 des Geschäftsjahres 2020/2021 im Schnitt einen Gewinn pro Aktie von 1,62 Dollar (+sieben Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal). Der Umsatz soll bei 40,05 Milliarden Dollar liegen, was einem Wachstum von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Sehr bullishe Analysten

Generell fällt auf, dass die Wallstreet-Analysten sich in Sachen Microsoft-Aktie selten einig sind. Vor den Q2-Zahlen empfehlen ganze 37 Analysten das Papier zum Kauf, drei stufen die Aktie auf "Halten" ein und kein Einziger rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel beläuft sich dabei auf 248,58 Dollar, was einem Kurspotenzial von zehn Prozent entspricht.

Krise spielt Microsoft in die Karten

Vieles deutet darauf hin, dass Microsoft auch im Q2 die Erwartungen der Analysten übertrifft. Dafür spricht insbesondere die Verschärfung der Coronakrise und damit einhergehende weltweite Lockdowns. Das Angebot nach den Cloud-Diensten (Office 365) aber auch Hardware-Produkten von Microsoft ist nach wie vor ungebrochen hoch. Zudem dürfte von dieser Entwicklung auch die Gaming-Sparte und insbesondere das Xbox-Angebot von Microsoft profitieren.

Microsoft entwickelt eigene Chips

Zuletzt sorgte auch die Meldung für Aufsehen, dass der US-Konzern künftig in seinen Rechenzentren auf eigens entwickelte Chips setzen will. Chips auf Basis der ARM-Architektur dürften aufgrund ihrer Energieeffizienz die Kosten der Microsoft-Datacenter senken und die Gewinnmargen erhöhen. Man dürfte gespannt sein, was das Microsoft-Management zu diesem Thema im Rahmen der Q-Zahlen sagt.

Microsoft (WKN: 870747)

DER AKTIONÄR bleibt für die Zukunft von Microsoft positiv gestimmt. Zudem befindet sich das Papier aktuell auf einem interessanten Ausbruchsniveau und könnte bereits nach den Zahlen aus der seit Anfang Juli anhaltenden Seitwärts-Range ausbrechen. Investierte lassen die Gewinne laufen. Auch Neueinsteiger können zugreifen.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Microsoft.

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