Der Fast-Food-Riese McDonald’s überzeugt zum Jahresauftakt. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und vorsichtiger Konsumenten schlägt der Dow-Jones-Konzern die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn. Besonders die viel beachteten „Same-Store Sales“ zeigen: Das „Goldene M“ bleibt widerstandsfähig.
McDonald’s meldete am Donnerstag für das erste Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,83 Dollar. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 2,74 Dollar gerechnet. Auch beim Umsatz lieferte McDonald’s mit 6,52 Milliarden Dollar (plus neun Prozent) stärker ab als erwartet (6,47 Mrd. Dollar). Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Plus von rund drei Prozent und sprang an die Spitze des Dow Jones.
Ein besonderer Fokus der Anleger und Investoren liegt traditionell auf den „Same-Store Sales“ – also dem Umsatzwachstum in den Filialen, die bereits seit mindestens einem Jahr bestehen. Diese Kennzahl gilt als wichtigster Indikator für die organische Stärke einer Restaurantkette, da sie Neueröffnungen ausklammert.
Hier lieferte McDonald’s solide ab: Weltweit stiegen die vergleichbaren Umsätze um 3,8 Prozent. Erwartet worden waren 3,7 Prozent. In den USA lag das Plus bei 3,9 Prozent, getrieben durch Preisanpassungen und erfolgreiche Marketingkampagnen wie das Monopoly-Gewinnspiel. Das internationale Segment („International Operated Markets“) wuchs ebenfalls um 3,9 Prozent – hierzu zählen wichtige Märkte wie Frankreich, Australien und Deutschland. Auch das Loyalitätsprogramm erweist sich als Wachstumstreiber: Die steigende Zahl der „MyMcDonald’s Rewards“-Mitglieder kurbelt die digitalen Verkäufe in den Kernmärkten weiter an.
Trotz der guten Zahlen bleibt das Umfeld herausfordernd. CEO Chris Kempczinski betonte bei der Vorlage der Ergebnisse die „disziplinierte Umsetzung“ der Unternehmensstrategie: „Wir haben bewiesen, dass wir selbst in einem schwierigen Umfeld Ergebnisse liefern können.“ Damit spielt er auf die anhaltend hohen Lebensmittelkosten (insbesondere bei Rindfleisch) und die Kaufzurückhaltung einkommensschwächerer Haushalte an.
Durch gezielte „Value“-Angebote und Menü-Innovationen – wie den Fokus auf Geflügelprodukte und neue Getränke-Kategorien – versucht der Konzern, die Kundenfrequenz trotz des Inflationsdrucks stabil zu halten.
Trotz der aktuell starken Reaktion bleiben die Herausforderungen durch hohe Preise und eine zurückhaltende Kundschaft bestehen. Ob das „Goldene M“ damit langfristig die Kurve kriegt und wer im Branchen-Check aktuell wirklich den meisten Biss hat, lesen Sie in einer aktuellen, ausführlichen Analyse von DER AKTIONÄR. (Hier geht’s zum Artikel)
Heute, 13:20