Börsen-Achterbahn: So handeln clevere Anleger richtig
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23.04.2021 Emil Jusifov

Intel mit soliden Quartalszahlen trotz Gewinnrückgang

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Intel

Der Chipkonzern Intel hat im wichtigen Geschäft mit Rechenzentren im vergangenen Quartal einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Bei Prozessoren für Notebooks gab es unterdessen einen kräftigen Sprung - auch wenn günstigere Geräte als vor einem Jahr gefragt waren.

Insgesamt blieb der Intel-Quartalsumsatz im Jahresvergleich fast unverändert mit 19,67 Milliarden Dollar (Vorjahr: 19,8 Milliarden).  Das lag über den Analystenerwartungen von 17,90 Milliarden.

Der Gewinn fiel zwar um gut 40 Prozent auf 3,36 Milliarden Dollar, lag aber auch über den Erwartungen. Einen Ausschlag für den Gewinnrückgang gab der Betrag von 2,2 Milliarden Dollar für Umstrukturierungen und andere Belastungen.

Im Geschäft mit Rechenzentren fiel der Umsatz um ein Fünftel auf 5,56 Milliarden Dollar. Und auch das operative Ergebnis sackt von 3,5 auf knapp 1,3 Milliarden Dollar ab. Nachdem im vergangenen Jahr die Rechenzentren angesichts des höheren Datenvolumens durch Arbeiten und Lernen von zuhause aus ausgebaut wurden, wurde mit einer Abkühlung bereits gerechnet.

Unterdessen lieferte Intel 54 Prozent mehr Prozessoren für Notebooks aus. Ihr durchschnittlicher Preis sank jedoch um 23 Prozent, unter anderem da die einfacheren und günstigeren Chromebooks zum Beispiel im Bildungsbereich in den USA gefragt waren. Intels PC-Sparte steigerte den Umsatz insgesamt um 8,5 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar.

Die Intel-Aktie gab im nachbörslichen Handel zeitweise um gut ein Prozent nach. Der Konzern hatte zwar die Prognosen bei Umsatz und dem Gewinn pro Aktie im gesamten Jahr angehoben - aber nicht so deutlich, wie am Markt erwartet wurde.

Hier geht es zu den Q-Zahlen von Intel

Intel verzeichnete zwar einen Gewinnrückgang, blieb aber sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn über den Erwartungen. Zudem hob der Chip-Riese seine Prognose an. Diese Zahlen sind im Kontext der angefangenen Umstrukturierung des Konzerns und operativen Problemen aus dem Vorjahr als solide zu betrachten. Der Investorenblick sollte sich jetzt nach vorne richten. CEO Gelsinger hat eine vielversprechende Strategie, die sich langfristig positiv in den Büchern von Intel niederschlagen dürfte. Gewinne laufen lassen.

(Mit Material von dpa-AFX)