Zahlreiche Unternehmen nutzen derzeit die Bühne der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO), um jüngste Erkenntnisse aus der Onkologie-Forschung mit der Öffentlichkeit zu teilen. Die detaillierten Ergebnisse des personalisierten Hautkrebsimpfstoffs von Moderna und Merck & Co sorgen hier sicherlich für den meisten Gesprächsstoff.
Doch auch das DAX-Unternehmen Bayer und sein Partner Orion Pharma haben den Krebskongress genutzt, um weitere Daten zu Darolutamid (Nubeqa) vorzulegen. Die Aktien der beiden Gesellschaften können daraufhin deutlich zulegen.
Laut dem Daten-Update zum Blockbuster (Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar) konnte das Risiko für Metastasen oder Tod bei Prostatakrebspatienten klar verringert werden.
Die Analysten von Barclays betonten nach den jüngsten Daten, dass die starken Zwischenergebnisse den Schritt in frühere Stadien der Prostatakrebserkrankung risikoärmer machen würden und die positiven Gewinnschätzungsanpassungen bis zur endgültigen Auswertung im ersten Quartal 2028 vorantreiben sollten.
Upgrade und Daten sorgen für ein neues Rekordhoch
Während sich die Bayer-Aktie mit einem Plus von rund drei Prozent an die DAX-Spitze setzt (positive Impulse verleiht auch eine Zulassung in China), steigt die Aktie des finnischen Pharma-Konzerns Orion sogar auf ein neues Rekordhoch.
Das Kursplus von gut fünf Prozent an der Heimatbörse in Helsinki wird durch einen positiven Analystenkommentar zusätzlich begünstigt. Jefferies-Analyst Shan Hama stufte das Papier von "Hold" auf "Buy" und erhöhte den Zielkurs von 77 Euro auf knackige 115 Euro.
In Finnland steigt die Aktie von Orion Pharma erstmals auf knapp 98 Euro je Aktie. DER AKTIONÄR hat den weniger bekannten europäischen Pharma-Titel immer wieder als aussichtsreiche Alternative zur Bayer-Aktie empfohlen, um am Erfolg des Prostatakrebsmedikaments Nubeqa zu partizipieren. Das Kursplus beläuft sich seit der Vorstellung Mitte August 2024 inzwischen auf satte 117 Prozent (exklusive Dividenden). Kurzfristig überhitzt, mittel- bis langfristig hat der Titel noch Luft nach oben.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.
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