26.03.2019 Börsen. Briefing.

Horror-Kursziel für deutschen E-Commerce-Star lässt Aktie einbrechen: "Amazon kann nicht geschlagen werden"

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Zooplus
Trendthema

Eine Mischung aus Zweifel an der Unternehmensstrategie und der zunehmenden Übermacht des US-Handelsriesen Amazon lässt einen Analysten Rot sehen – für die weiteren Aussichten der Aktie eines deutschen E-Commerce-Stars. Er hat seine neutrale Haltung aufgegeben, die Gewinnziele gekappt, das Kursziel halbiert. Die Aktie reagiert prompt mit heftigen Verlusten. Der Anfang vom Ende?

Der wachsende Konkurrenzdruck dürfte dem Onlinehändler für Haustierbedarf Zooplus nach Einschätzung der Privatbank Berenberg zunehmend das Leben schwer machen. Zooplus habe in der Vergangenheit zwar ein beeindruckendes Wachstum hingelegt, doch habe der jüngste Kapitalmarkttag ihn nicht überzeugt, dass das Unternehmen die grundlegenden Probleme des europäischen Marktes für Haustierbedarf bewältigen könne, schrieb Analyst James Letten in einer am Dienstag vorliegenden Studie. 

Letten strich seine Gewinnerwartungen zusammen und halbierte das Kursziel von 120 auf 60 Euro. Damit sieht er selbst nach dem Kursrutsch vom Dienstagmorgen um rund neun Prozent auf 97 Euro noch ein Rückfallrisiko von rund 38 Prozent. Der Experte rät nun zum Verkauf der Papiere, nachdem sein Votum bisher "Halten" gelautet hatte.

Wettbewerb aus allen Richtungen dürfte das Wachstum von Zooplus begrenzen. Langfristig stehe Kunden kaum etwas im Weg, um etwa zu Amazon zu wechseln. Der Online-Riese sei am besten aufgestellt, um Zooplus langfristig Kunden abzuluchsen.

"Amazon kann nicht geschlagen werden," meint Letten. Der US-Konzern habe ein größeres Angebot, ein umfassendes Logistik-Netzwerk und eine größere Kundenbasis, die auch mit Blick auf Tierfutter angesprochen werden könne. Zudem höben sich andere Tierfutter-Anbieter etwa durch das Angebot über mehrere Vertriebskanäle von Zooplus ab.

Gleichzeitig – und trotz niedrigerer Wachstumsprognosen – halte das Unternehmen an der Strategie fest, kräftig in die Kundengewinnung zu investieren. Dabei stelle sich die Frage, warum das Management so stark auf das Wachstum fokussiert sei, statt auf eine Verbesserung der Gewinnmargen im Geschäft mit Bestandskunden zu setzen.

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Ein Beitrag von Leon Müller, Chief Editor Börsen.Briefing. – dem täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR (registrieren Sie sich kostenfrei unter www.boersenbriefing.de)

Mit Material von dpa-AFX

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