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Heibel: Monsanto wäre für Bayer zu teuer, doch…

Heibel: Monsanto wäre für Bayer zu teuer, doch…
Foto: Börsenmedien AG
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25.07.2016, 18:38 ‧ Werner Sperber

Der Heibel-Ticker erklärt, warum einige Unternehmen „auf dicke Hose machen“ können. Dafür trägt die Deutsche Bundesbank beziehungsweise deren Auftraggeber, die Europäische Zentralbank (EZB) die Verantwortung. Die Bundesbank veröffentlichte eine Liste von Unternehmen, deren Anleihen sie bei der laufenden EZB-Geldflutung kauft. Diese Liste umfasst unter anderem beinahe alle im DAX geführten Konzerne. Diese Konzerne können sich nun in nahezu unbegrenzter Höhe verschulden, denn es wird immer eine Bank da sein, welche die Anleihen weiter verkauft oder selber kauft, um sie dann zum Großteil an die EZB weiterzugeben.

Bayer möchte den US-Wettbewerber Monsanto kaufen. Dabei ist das deutsche Chemie- und Pharma-Unternehmen hoch bewertet: Das KGV für das nächste Jahr beträgt 20 und das bei einem geschätzten Gewinnwachstum von je fünf Prozent pro anno in den nächsten fünf Jahren. Monsanto hat einen denkbar schlechten Ruf in der Agrarbranche wegen der Gen-manipulierten Getreidesorten. Dow Chemical und DuPont gehen zusammen und bilden fortan das weltweit größte Chemieunternehmen. ChemChina kauft Syngenta. In dieser Konsolidierungswelle bleibt für Bayer wenig übrig, als sich Monsanto zu kaufen oder weltweit mit dem dritten Platz zufrieden zu geben. Bayer möchte also Monsanto kaufen, weil die Zinsen niedrig und die Mega-Manie des Vorstands groß sind.

Der Heibel-Ticker schreibt, in einer freien Marktwirtschaft ist eine solche Übernahme zu teuer. „Doch befinden wir uns noch in einer freien Marktwirtschaft?“ Wenn sich die Großkonzerne billigst und quasi unbegrenzt verschulden können, bleiben die Mittelständler auf der Strecke. Gerade Deutschland lebt vom innovativen Mittelstand. Doch Finanzierungen für den Mittelstand sind aufgrund der gestiegenen regulativen Anforderungen für die Banken immer schwerer zu bekommen. Die freien Marktkräfte sind außer Kraft gesetzt und zugunsten von Großkonzernen verschoben worden.

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