Die Comebacks nach Corona
22.10.2018 Jonas Lerch

Glück für Tesla und Samsung SDI: Rivale verschiebt E-Auto

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Tesla

Audis Jagd auf Tesla verzögert sich, denn ausgerechnet der Batterielieferant fordert mehr Geld. Zudem streikt die Software. Der Vorfall zeigt: Batteriehersteller sitzen bereits am längeren Hebel. Samsung SDI wird jetzt besonders interessant.

Angst musste Tesla-Chef Elon Musk vor den E-Modellen der Deutschen Autobauer bislang nicht haben. Ganz im Gegenteil. Über die neuesten Entwicklungen aus Deutschland kann Musk nur lachen, denn zwischen Tesla und dem Batterie-Lieferanten Panasonic Sanyo läuft es.

Was ist passiert?

Volkswagen hingegen kommt bei der E-Offensive ins Straucheln: Der E-SUV der VW-Tochter Audi geht später ins Rennen als geplant. Der Grund: LG Chem – Audis Batterie-Lieferant für den E-SUV – fordere laut Bild am Sonntag rund zehn Prozent mehr Geld für die Batterien. Zudem hat Audi an der Software gewerkelt. Diese muss die Behörde nun erneut genehmigen.

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erklärte im Interview mit dem AKTIONÄR vor zwei Wochen: „Batteriefirmen verdienen sich bis 2030 eine goldene Nase. Bis 2023 bleiben die Preise für Batterien stabil, weil der Bedarf größer ist als die Kapazitäten.“ Erste Anzeichen, dass der Branchenkenner mit seiner Prognose goldrichtig liegt, zeigt LG Chem.

Warum ist das relevant?

Die Preiserhöhung von LG Chem dürfte Audi und VW gar nicht gefallen. Der Batterie-Player Samsung SDI könnte jetzt für die Ingolstädter zunehmend interessanter werden. Warum? Die Südkoreaner liefern bereits Batterien an BMW und zukünftig für die gesamte Volkswagen-Gruppe. Warum also sollten die Wolfsburger das Engagement mit SDI in Zukunft nicht ausbauen?

Fakt ist, SDI genießt den Ruf, besonders hochwertige und crashsichere Zellen zu bauen. Analysten sehen den Break-even in Kürze erreicht. Autobatterien machen bereits jetzt rund 45 Prozent der Gesamterlöse aus – Tendenz steigend.

Für den AKTIONÄR ist Samsung SDI im Vergleich zu den Deutschen Autobauern aktuell die interessantere Investment-Alternative. Denn hier stimmt alles: starker Chart, niedrigeres KGV (2019e 14) und gutes Wachstum. Zudem zeigt der Vorfall mit LG Chem, wie stark die grundsätzliche Verhandlungsposition der Batterie-Hersteller ist.

Eine ausführliche Analyse zum Big-Battery-Boom finden Sie in Ausgabe 42/18 des AKTIONÄR, die sie hier bequem online erwerben können.

In der Tech-Aktien-Chartanalyse wirft Florian Söllner,leitender Redakteur bei DER AKTIONÄR, neben dem Elektroautobauer auch einen Blick auf den Batterie-Player Samsung SDI:

 

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

Buchtipp: Die Tesla-Methode

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