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25.11.2014 Thorsten Küfner

Gazprom: Am 15. Dezember geht`s los!

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Trotz rechtlicher bedenken der EU-Kommission – und auch einiger beteiligter Staaten – treibt Gazprom den Bau der Pipeline South Stream weiter voran. Russische Medien berichteten nun unter Berufung auf Konzernmanager, dass am 15. Dezember mit den Arbeiten am Teilstück durch das Schwarze Meer begonnen werden soll.

South Stream soll unter Umgehung der Ukraine ab Ende 2015 über das Schwarze Meer und den Balkan Erdgas bis nach Österreich liefern. Läuft alles nach Plan, strömen ab dem Jahre 2017 dann bis zu 63 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Pipeline. Die Baukosten sollen sich auf mehr als zehn Milliarden Euro belaufen. Gazprom ist mit 50 Prozent der größte Anteilseigner am South-Stream-Projekt. Der italienische Energieriese ENI hält 20 Prozent, die französische EdF und die BASF-Tochter Wintershall jeweils 15 Prozent.

Laut der EU-Kommission verstößt es allerdings gegen das Gesetz, dass Gazprom sowohl Lieferant als auch Betreiber der geplanten Pipeline ist. In den vergangenen Wochen und Monaten hat die Kommission daher auch immer wieder versucht, die beteiligten Balkan-Staaten Bulgarien, Ungarn und Serbien unter Druck zu setzen. Es dürfte spannend werden, ob eines oder mehrere Länder letztlich nachgeben. Dann wäre das gesamte Projekt gefährdet.

Gazprom spielt mit hohem Einsatz

Gazprom pokert hoch. Den Bau zu beginnen, obwohl South Stream noch auf recht wackligen Beinen steht, ist ein hohes Risiko. Zumal Gazprom durch die beiden Pipelines nach China ohnehin einen enormen Kapitalbedarf hat und es für russische Firmen derzeit sehr schwer und vor allem teuer ist, sich frisches Kapital zu beschaffen. Die enorm günstig bewertete Aktie bleibt daher weiter ausnahmslos für mutige Anleger geeignet (Stopp: 4,10 Euro).

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