24.04.2019 Benedikt Kaufmann

Facebook, Microsoft & PayPal: Tech-Dreier vor den Zahlen

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Facebook

Die Berichtssaison ist stark gestartet. Über 70 Prozent der Unternehmen konnten bisher die Schätzungen der Analysten übertreffen. Heute nach US-Börsenschluss veröffentlichen drei Tech-Konzerne die Quartalszahlen. Diese Marken müssen Facebook, Microsoft und PayPal knacken, um die Erwartungen zu übertreffen:

1. Facebook

Von Facebook erwarten die Analysten einen Umsatzanstieg von 25 Prozent auf 14,97 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 1,94 Dollar. Die EBITDA-Marge soll bei 53 Prozent liegen.

Facebook hat für 2019 ein Jahr der Veränderung angekündigt. Investoren warten insbesondere auf Einzelheiten, wie die einzelnen Plattformen kombiniert werden können, um das langfristige Wachstum zu unterstützen.

Im Fokus dürfte auch das rasante Wachstum der Werbung mit Stories stehen – sowohl bei Facebook als auch bei Instagram. Zudem dürften Investoren Einzelheiten zu den bezahlten Nachrichten und zur E-Commerce-Integrationen bei Instagram begrüßen.

2. Microsoft

Von Microsoft erwarten die Analysten einen Umsatzanstieg von 11 Prozent auf 29,86 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 1,00 Dollar. Die EBITDA-Marge soll bei 50 Prozent liegen.

Im Fokus der Anleger steht unverändert das Wachstum der Cloud-Software und der Cloud-Plattform Azure. Microsoft versucht sich als Hybrid-Cloud-Anbieter zwischen Data-Center und firmeneigenen Servern zu platzieren. Dabei setzt die Unternehmensführung insbesondere auf Open Source und die Einbindung von Konkurrenzsoftware in die eigene Infrastruktur-Lösung.

3. PayPal

Von PayPal erwarten die Analysten einen Umsatzanstieg von 12 Prozent auf 4,13 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 0,68 Dollar. Die EBITDA-Marge soll bei 27 Prozent liegen.

Ein höheres Transaktionsvolumen bereits gewonnener Nutzer bleibt der entscheidende Trend. Im wachsenden E-Commerce Payment Markt kann PayPal jedoch nicht über sich hinauswachsen. Spannend bleibt, wie sich die Monetarisierung der P2P-App Venmo entwickelt und ob die weitreichenden Partnerschaften mit Banken, Tech-Riesen und E-Commerce-Plattformen langsam Früchte tragen.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

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