Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
16.02.2016 Thomas Bergmann

Entscheidung der Ölminister und ZEW-Indikator schicken DAX ins Minus

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Die größten Ölförderländer der Welt, Saudi-Arabien und Russland, haben sich am Dienstag geeinigt, ihre hohe Ölproduktion auf Januar-Niveau einzufrieren. Diese Entscheidung hat den Marktteilnehmern genauso wenig gefallen wie die jüngsten ZEW-Daten. Der deutsche Leitindex notiert seitdem im Minus.

"Angemessener" Schritt

Wie der Energieminister Saudi-Arabiens, Ali Al-Naimi, am Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha verkündete, soll die Ölproduktion auf dem Niveau vom 11. Januar eingefroren werden. Der Schritt, der unter Marktbeobachtern nicht erwartet worden war, sei "angemessen".

Negativ wirken sich auch die jüngsten ZEW-Indikatoren aus. Der Indikator für die Konjunkturerwartungen ist um 9,2 Punkte auf 1,0 Zähler gefallen, teilte das ZEW am Dienstag in Mannheim mit. Bankvolkswirte hatten im Mittel sogar einen etwas stärkeren Rückgang auf 0,0 Punkte erwartet. Die Bewertung der aktuellen Lage verschlechterte sich um 7,4 Punkte auf 52,3 Punkte und lag unter den erwarteten 55,0 Punkten.

"Die sich abzeichnende Abschwächung der Weltkonjunktur und die ungewissen Folgen des Ölpreisverfalls belasten die ZEW-Konjunkturerwartungen", sagte Sascha Steffen, Leiter des Forschungsbereichs Internationale Finanzmärkte am ZEW. "Angesichts dieser Entwicklungen hat die Sorge um erhöhte Kreditausfallrisiken bereits Aktien- und Anleihekurse vieler Banken in Europa, den USA und Japan in die Knie gezwungen."

Kurzfristige Abwärtsrisiken

Der DAX hat in Folge der Nachrichten ins Minus gedreht. Kurzfristig könnte deshalb die Marke von 9.000 Punkten in den Fokus geraten. Hier sollte der Markt aber spätestens drehen, um nicht eine neue Verkaufslawine auszulösen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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