04.11.2019 Florian Söllner

Elektroauto-Boom: +154 Prozent - extreme Tesla-Zahlen in Europa

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Tesla
Trendthema

Nach dem jüngsten Chart-Comeback ist es etwas ruhiger um die Tesla-Aktie geworden – was auch daran liegt, dass sich Elon Musk wieder einmal von seinem Twitter-Account verabschiedet hat. Derweil gibt es neue Absatzzahlen aus einem wichtigen europäischen Absatzmarkt: Dank einer konsequenten Elektroauto-Förderung werden die Niederlande immer wichtiger für Tesla. 

Während der Umsatz im letzten Quartal in den USA um 40 Prozent rückläufig war, retteten Erlöse aus China und kleineren Märkten wie Norwegen eindrucksvoll die Bilanz des US-Autobauers. So steuerten die Niederlande mit rund 7.200 Tesla-Fahrzeugen über sieben Prozent der Gesamtverkäufe im Q3 bei. Alleine im Monat September wurden dort 5.890 Autos verkauft.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Jetzt die neuen Zahlen für Oktober: Es wurden 322 neue Teslas in den Niederlanden registriert – der bisherige Jahrestiefstand. Doch Panik ist nicht angesagt, da historisch zum Quartalsende meist deutlich mehr verkauft werden. Gut möglich, dass zum Jahresende noch einmal ein Run auf das Model 3 im Nachbarland ansteht. Denn neben schrittweise auslaufender Steuernachlässe gibt es einen weiteren Grund, auf Elektroautos umzusteigen: Die Besteuerung von Verbrennern steigt immer stärker an. Insgesamt hat Tesla in den ersten neun Monaten in diesem aufstrebenden Elektroautoland 14.317 Autos verkauft – satte 154 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum und damit halb so viel wie etwa die Marke Opel.

Insgesamt will Tesla 2019 mehr als 360.000 Autos ausliefern – das ursprüngliche Ziel eines Absatzes von einer Million Autos im Jahr 2020 ist jedoch noch ein weiteres Stück entfernt. Wichtig für weiteres Wachstum ist ein Erfolg des neuen Model Y.

Trotz der jüngsten Konsolidierung der Aktie ist der Ausbruch über die 200-Tage-Linie intakt und die Chance weiterhin gegeben, dass sich die Tesla-Aktie bis zum Jahresende (aktuelle Performance -6,7 Prozent) noch ins Plus rettet.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.