Die Aktie des italienischen Energiekonzerns Eni arbeitet aktuell am Ausbruch auf ein neues Mehrjahreshoch. Zuletzt ist der Kurs an diesem Unterfangen gescheitert, das Chartbild stimmt aber weiterhin zuversichtlich, dass der Sprung über das bisherige Hoch bei 16,87 Euro bald gelingen wird. Indes macht das Unternehmen weiterhin Kasse.
So hat sich Eni nun mit dem Energiekonzern SOCAR auf den Verkauf eines Zehn-Prozent-Anteils am Baleine-Projekt geeinigt, dem größten Offshore-Öl- und Gasfeld der Elfenbeinküste. Die Transaktion ist rechtlich bindend, bedarf jedoch noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Nach Abschluss bleibt Eni mit 37,25 Prozent größter Anteilseigner des Projekts, während Vitol künftig 30 Prozent hält und die staatliche Ölgesellschaft der Elfenbeinküste, Petroci, auf 22,75 Prozent kommt. Mit der Transaktion unterstreicht Eni seine Strategie, das Upstream-Geschäft durch gezielte Portfolioanpassungen effizienter und wertorientierter auszurichten.
Indes hat sich die britische Großbank Barclays nach einem Gespräch mit dem Eni-Management erneut zuversichtlich gezeigt. Analystin Lydia Rainforth hat die Dividendenperle (aktuelle Rendite: 6,1 Prozent) mit "Overweight" eingestuft. Das Kursziel sieht sie unverändert erst bei 20,00 Euro erreicht. Sie passte ihre Prognosen für das vierte Quartal 2025 an die Zwischenberichte anderer Konkurrenten an. Rainforth bleibt der Ansicht, dass die Eni-Aktien weiterhin über "erhebliches Aufwärtspotenzial" verfügen.
DER AKTIONÄR bleibt für die Anteilscheine von Eni nach wie vor bullish gestimmt. Denn das Unternehmen ist breit und gut aufgestellt. Darüber hinaus ist das Chartbild weiterhin spannend. Die günstig bewertete Dividendenperle ist daher ein gutes Investment für langfristig orientierte Anleger. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 12,20 Euro belassen werden.
Heute, 09:42