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06.12.2020 Marion Schlegel

Dividenden-Perle Novartis: Starke Daten – Aktie gibt wieder Gas

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Novartis

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat auf dem Kongress der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie verschiedene Studiendaten zum Krebsmittel Kymriah vorgestellt. So haben etwa die Zwischenergebnisse der "ELARA"-Studie bei 65 Prozent der Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem (r/r) follikulärem Lymphom (FL) eine vollständige Ansprechrate erreicht und die objektive Ansprechrate betrug 83 Prozent.

Die Nachverfolgungs-Studie "Juliet" habe auf Sicht von zwei Jahren eine 33-prozentige progressionsfreie Überlebensrate bei Diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) gezeigt. Zudem hätten sich in beiden Studien keine neuen kurz- oder längerfristigen Sicherheits-Anzeichen ergeben, wie es in einer Mitteilung von Samstag heißt.

Erst vor Kurzem hat Novartis hat starke Daten der Reach3-Studie mit Jakavi veröffentlicht. Das Mittel dient der Behandlung von Patienten mit steroidrefraktärer oder steroidabhängiger chronischer Graft-versus-Host-Disease (GvHD). Bei der Behandlung habe das Mittel signifikante Verbesserungen im Vergleich zur besten verfügbaren Therapie beim Überleben ohne Therapieversagen und bei den Nebenwirkungen gezeigt, so Novartis am Freitagabend.

Die chronische Spender-gegen-Empfänger-Reaktion (GvHD) tritt nach drei bis fünf Monaten bei Patienten auf, die eine Stammzellentransplantation erhalten haben. Zu einer chronischen GvHD kommt es dann, wenn sich die Spenderzellen nicht an das Empfängergewebe gewöhnen, der immunologische Lernprozess also nicht gelingt und damit die erwünschte Immuntoleranz nicht erreicht wird.

Zuletzt hat Novartis mit einigen vielversprechenden Ergebnissen aufwarten können. Zudem lässt die Pipeline insbesondere für das kommende Jahr einiges erwarten. Der Aktie von Novartis ist zuletzt der Ausbruch über die 200-Tage-Linie gelungen. Diesen gilt es nun zu bestätigen. DER AKTIONÄR bleibt zuversichtlich. Nicht zu verachten weiterhin: die hohe Dividendenrendite. Sie beträgt derzeit 3,6 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)