Günstige Titel für Schnäppchenjäger
19.01.2021 Michael Schröder

Die Watchlist der Profis - Teil 1

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DAX

Fondsmanager, Vermögensverwalter und Vorstände von Beteiligungsgesellschaften sind immer nah am Markt. DER AKTIONÄR fragte nach, welche Small Caps sich die Profi-Investoren für 2021 auf die Watchlist gesetzt haben. 

2020 war ein besonderes Börsenjahr. „Mir als gebürtigem Rheinländer drängt sich das beliebte ‚et hätt noch immer jot jejange‘ geradezu auf“, sagt Kapitalmarktprofi Roger Peeters mit Blick auf den extremen Jahresverlauf. Doch die Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate war stark monetär geprägt. „Zur nüchternen Betrachtung gehört auch, dass die Notenbanken mit ihren Geldspritzen das Anlegerjahr gerettet haben“, so der Fondsmanager weiter. „Wer diesen Trend für 2021 einfach nur 1:1 fortschreibt, dürfte zu kurz springen“, ergänzt sein Kollege bei pfp Advisory, Christoph Frank. Der Aktienstratege hat aber auch potenzielle Kurstreiber ausgemacht: „Vor allem die Angebot- und Nachfragesituation und die Entwicklung in den Unternehmen, die wiederum von Megatrends beeinflusst wird. Bei kleiner kapitalisierten Unternehmen kommt gelegentlich Übernahmefantasie und häufiger stärkeres Wachstum hinzu. Oft sind die Geschäftsmodelle stärker fokussiert, weshalb Mittelständler häufig besonders intensiv von wenigen speziellen Trends profitieren.“ Das könnte sich am Ende aber auch als Nachteil erweisen: „Vor allem wenn die Märkte wegbrechen, wie etwa manche auf Verbrennungstechnik spezialisierte Autozulieferer in den Vorjahren gemerkt haben“, ergänzt Peeters. „Auch sind die Small Caps oft weniger liquide, was ein Risiko ist.“ Das Duo hält daher eine breite Streuung für unabdingbar. Diese bietet auch die zweiteilige Story, in der DER AKTIONÄR auf das Wissen von sieben institutionellen Investoren zurückgreift und zeigt, welche Nebenwerte diese Profis für 2021 auf dem Zettel haben.

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