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06.06.2015 Nikolas Kessler

Deutsche Telekom: Alles nur Gerüchte?

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Deutsche Telekom

Erneute Spekulationen um einen Verkauf der Tochter T-Mobile US haben die Aktie der DeutschenTelekom unter der Woche beflügelt. Lange währte die Freude allerdings nicht – am Freitag musste das Papier den Gewinn im schwachen Marktumfeld zum Teil wieder abgegeben.

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen berichtet, sei der amerikanische Fernsehanbieter Dish am US-Geschäft der Telekom interessiert. Laut dem Bericht sprechen Dish und T-Mobile US über eine Fusion. "Solche Gespräche wären nicht neu, machen aber womöglich nun eine Fusion zusehends ernsthafter", sagte ein Händler über den Pressebericht.

Analyst sieht Vorteile

Für Analyst Malthe Räther von Warburg Research sind die jüngsten Spekulationen keine Überraschung. Schließlich sei bekannt, dass der Satellitenfernsehanbieter Mobilfunkfrequenzen besitzt und seit längerem plant, im Mobilfunkmarkt aktiv zu werden. Seiner Meinung nach wäre die US-Tochter der Telekom ein guter Kandidat, da beide Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen kommen. Die regulatorischen Hürden seien daher niedriger. Auch für T-Mobile US sei eine Fusion mit Dish vorteilhaft. Die Qualität des Mobilfunknetzes könnte auf diesem Weg in puncto Netzabdeckung und Kapazität verbessert werden, so Räther.

Kein Kommentar

Über den Preis sei man sich noch nicht einig, in anderen Punkten gäbe es dagegen schon grundsätzliche Übereinkommen, so das Wall Street Journal. Demnach soll T-Mobil-US-Chef John Legere das gemeinsame Unternehmen leiten, Dish-Chef Charlie Ergen soll Verwaltungsratschef werden. Bestätigen wollte die Spekulationen bislang keines der Unternehmen. Legere schrieb über den Kurznachrichtendienst Twitter, das Gerücht verdiene keinen Kommentar.

Warten auf den Ausbruch

Die Übernahmegerüchte haben die T-Aktie am Donnerstag beflügelt. Mit einem Plus von über 1,3 Prozent war das Papier der Favorit im DAX. Im schwachen Marktumfeld hat die Aktie ihre Gewinne am Freitag allerdings teilweise wieder abgegeben. Der charttechnische Ausbruch lässt also weiterhin auf sich warten.

(mit Material von dpa-AFX)

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