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08.06.2017 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Die Russland-Affäre kocht wieder hoch!

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Deutsche Bank

Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist zuletzt nicht recht vom Fleck gekommen. Ein Grund ist US-Präsident Donald Trump. Demokratische Politiker fordern weiterhin Aufklärung über die Geschäftsbeziehungen zwischen ihm und der Deutschen Bank. Im Zentrum steht Russland.

Justizministerium ermittelt

Der Präsident steht seit längerem unter Druck, da die Demokraten Kontakte seines Wahlkampfteams nach Russland vermuten. Sie fordern Aufklärung von der Deutschen Bank, die Kredite an Trump vergeben hat, über mögliche Verbindungen. Der Konzern ist aber an das Bankgeheimnis gebunden und darf Informationen über Kunden nicht herausgeben. Andererseits muss Vorstandsvorsitzender John Cryan versuchen, so gut es geht mit den Politikern zusammenzuarbeiten.

Denn im Zuge der Vorwürfe gegen Trump könnte auch die Geldwäsche der Bank in Russland wieder hochköcheln. Dabei geht es um Transaktionen an den Konzernstandorten in New York, London und Moskau, über die zehn Milliarden Dollar gewaschen worden sein sollen. Die Deutsche Bank hat zwar Anfang des Jahres mit den Behörden in Großbritannien und den USA einen Vergleich über 588 Millionen Euro geschlossen. Vom Tisch ist der Vorfall damit anscheinend nicht, auch wenn die Bank und Investoren darauf gehofft hatten. Zuletzt zahlte die Deutsche Bank deswegen erst eine Strafe von 36,7 Millionen Euro an die US-Notenbank.

Fundamental alles im Lot

Die Probleme von Donald Trump in der Angelegenheit Russland könnten schnell auf die Deutsche Bank überschwappen. Cryan muss sich hier einmal mehr als Krisenmanager beweisen. Die Risiken durch Rechtsstreitigkeiten sind damit wieder gestiegen. Mit einer harten Kernkapitalquote von 14,1 Prozent hat die Bank allerdings ein dickes Polster für viele Unwägbarkeiten.

Die fundamentale Bewertung spricht derzeit klar für die Aktie der Deutschen Bank. Das KGV für das kommende Jahr wird bei nur 10 erwartet, während die Vergleichsgruppe auf 14 kommt. Das Geschäft in Europa sollte zudem anziehen, da sich hier die Konjunktur zuletzt deutlich belebt hat. Leitet die Europäische Zentralbank auf ihrer Sitzung am heutigen Donnerstag, 8. Juni, die Zinswende in Europa ein, können die Gewinne im nächsten Jahr noch weiter steigen, als bisher gedacht.

DER AKTIONÄR hält die Aktie für kaufenswert und hat ein Kursziel von 25 Euro ausgegeben. Ein Stopp sollte bei 14 Euro gesetzt werden.

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