Deere & Co sendet ein starkes Signal an den Markt: Der weltgrößte Landmaschinenhersteller hebt seine Gewinnprognose für 2026 an und übertrifft im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten. An der Börse kommt das gut an – die Aktie legt im frühen Handel um 13 Prozent zu und ist damit derzeit der zweitstärkste Wert des Tages im S&P 500 hinter Omnicom.
Für 2026 stellt das Management nun einen Nettogewinn zwischen 4,5 und 5 Milliarden Dollar in Aussicht. Zuvor lag die Spanne bei 4 bis 4,75 Milliarden Dollar. Der Analystenkonsens liegt bei 4,45 Milliarden Dollar. Rückenwind liefern vor allem Einsparmaßnahmen zur Stabilisierung der Margen sowie eine anziehende Nachfrage in den Bereichen Bau sowie kleinere Agrarmaschinen. In beiden Segmenten rechnet Deere inzwischen mit einem Umsatzplus von jeweils rund 15 Prozent statt wie bisher etwa zehn Prozent. CEO John May sieht 2026 als möglichen Tiefpunkt des laufenden Zyklus.
Im abgelaufenen Quartal erzielte Deere einen Gewinn von 656 Millionen Dollar beziehungsweise 2,42 Dollar je Aktie – weniger als im Vorjahr, aber klar über den Erwartungen. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 9,61 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen mit mehr als zwei Milliarden.
Belastend wirken jedoch weiterhin die US-Zölle. Sie treiben die Produktionskosten nach oben und könnten 2026 mit rund 1,2 Milliarden Dollar zu Buche schlagen. Gleichzeitig bleibt die Lage der US-Farmer angespannt: Niedrige Erzeugerpreise und hohe Kosten drücken die Einkommen. Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet für 2026 einen Rückgang des Nettoeinkommens um 0,7 Prozent auf 153,4 Milliarden Dollar.
Die Aktie von Deere & Co kennt derzeit kein Halten. Bereits in den vergangenen Wochen ist sie von einem Rekordhoch zum nächsten gestiegen. Die Gefahr einer Korrektur ist nach dem jüngsten steilen Anstieg nun jedoch gestiegen. Dennoch – die Aussichten stimmen. Investierte Anleger bleiben dabei.
Heute, 19:10