Der DAX ist am Montag mit kräftigen Gewinnen in den Handel gestartet. Auslöser war ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, das am Markt Hoffnungen auf ein Ende des Krieges weckte. Zwischenzeitlich überschritt der Leitindex sogar die Marke von 25.000 Punkten, konnte das Niveau aber nicht dauerhaft halten.
Der DAX hat einen starken Wochenstart aufs Parkett gezaubert. Zum Handelsschluss ging der deutschen Leitindex mit einem Tagesplus von 1,1 Prozent bei 24.894,01 Punkten aus dem Handel. Vom Rekordhoch bei 25.507 Punkten bleibt er damit weiter etwas entfernt.
Der MDAX präsentierte sich noch stärker. Hier stand am Montag letztlich ein Plus von 1,6 Prozent auf 32.582,63 Punkte zu Buche. Unterstützung kam zudem aus Asien, wo die Börsen bereits vorgelegt hatten, sowie von den erwarteten Gewinnen an der Wall Street.
Für gute Stimmung sorgte neben der Entspannung im Nahen Osten auch der erfolgreiche Rekord-Börsengang des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX. Die Aussicht auf ein Ende der Kämpfe drückte die Ölpreise und milderte damit Konjunktur- und Inflationssorgen.
Vor den anstehenden Zinsentscheidungen wichtiger Notenbanken, darunter die US-Notenbank Fed am Mittwoch, kam das am Markt gut an. Gleichzeitig mahnen Experten zur Vorsicht: Trotz der positiven Signale blieben viele Fragen offen, so der Finanzanalyst Yannik Mosbach vom Bankhaus Metzler.
Am deutschen Aktienmarkt waren zyklische Werte gefragt. Besonders stark zogen die Titel aus Tourismus und Luftfahrt an: TUI, Lufthansa und Airbus gewannen zwischen 3,9 und 4,6 Prozent.
Auf der Verliererseite standen dagegen Öl-, Energie- und Rüstungswerte. RWE büßte 1,4 Prozent ein, Verbio setzte den jüngsten Abwärtstrend mit fast drei Prozent Minus fort. Rheinmetall gab um drei Prozent nach.
Im MDAX zählten Renk und Hensoldt mit Abschlägen von gut zwei beziehungsweise fast vier Prozent zu den schwächeren Werten.
Im Bankensektor gehörte die Commerzbank mit minus 1,4 Prozent zu den schwächeren Titeln. Im Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch UniCredit gehen die gegenseitigen Attacken weiter. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp konterte in Frankfurt jüngste Drohungen der Italiener mit scharfen Worten.
Zu den größten Tagesgewinnern am deutschen Aktienmarkt gehörte dagegen Redcare Pharmacy. Die Online-Versandapotheke pulverisierte mit einer angehobenen Prognose für das laufende Jahr die Erwartungen. Die Aktie sprang daraufhin um mehr als 16 Prozent nach oben.
Heute, 17:42