Die Allianz bleibt in Kauflaune. Nach mehreren jüngsten Übernahme- und Deal-Meldungen könnte nun der nächste Schritt in Asien folgen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge steht der DAX-Konzern vor der Übernahme des Versicherungsgeschäfts von HSBC in Singapur.
Das Wichtigste kurz und knapp
• Die Allianz steht laut Bloomberg vor der Übernahme des Versicherungsgeschäfts von HSBC in Singapur.
• Der mögliche Kaufpreis könnte bei rund zwei Milliarden US-Dollar liegen.
• Strategisch würde der Deal zur jüngsten Einkaufstour des DAX-Konzerns passen.
Die Allianz hat offenbar andere Bieter für das Versicherungsgeschäft von HSBC in Singapur ausgestochen. Sie gilt nun als wahrscheinlichster Käufer für die HSBC Life Singapore Pte. Die Details werden laut Bloomberg derzeit noch geklärt, ein Deal könnte bald bekanntgegeben werden. HSBC hatte laut dem Bericht einen Erlös von rund zwei Milliarden Dollar angestrebt.
Offiziell bestätigt ist die Transaktion allerdings noch nicht. Ein HSBC-Sprecher sagte gegenüber Bloomberg, für die Versicherungseinheit in Singapur laufe eine strategische Prüfung. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.
Für die Allianz wäre der mögliche Zukauf dennoch sinnvoll. Singapur zählt zu den wichtigsten Finanzzentren Asiens. Zudem bietet die Region langfristig attraktive Wachstumsperspektiven: steigende Vermögen, wachsender Versicherungsbedarf und eine zunehmende Nachfrage nach Vorsorge- und Kapitalanlageprodukten sprechen für den Markt.
Auch die Analysten von Metzler bewerten einen möglichen Kauf positiv. Eine Akquisition könnte die Präsenz der Allianz in der Wachstumsregion deutlich stärken. Zudem wäre ein solcher Zukauf nach Ansicht der Experten finanziell gut stemmbar.
Der mögliche Deal reiht sich in eine ganze Serie von Übernahmemeldungen ein. Zuletzt hatte es bereits Berichte gegeben, wonach Allianz Global Investors über den Kauf von UOB Asset Management verhandelt. Die Vermögensverwaltung der singapurischen United Overseas Bank würde das Asset-Management-Geschäft der Allianz in Südostasien stärken und den Zugang zu regionalen Vertriebskanälen verbessern.
Daneben arbeitet die Allianz auch in anderen Märkten am Ausbau ihres Geschäfts. In Portugal soll der Konzern laut früheren Berichten über den Kauf des Versicherers Caravela verhandeln. In Australien ist zudem bereits ein Deal über das Reiseversicherungsgeschäft der Nib Group vereinbart. Allianz Partners übernimmt dort Aktivitäten in Australien und Neuseeland und erhält gleichzeitig eine strategische Partnerschaft für den Vertrieb von Reiseversicherungen.
Die einzelnen Transaktionen sind für sich genommen keine Mega-Deals. Zusammen zeigen sie aber klar, wohin die Reise geht: Die Allianz nutzt ihre finanzielle Stärke, um das internationale Portfolio gezielt auszubauen. Besonders interessant ist dabei Asien. Dort kann der Konzern sowohl im Versicherungsgeschäft als auch in der Vermögensverwaltung langfristig wachsen.
Für Anleger ist das positiv. Die Allianz bleibt operativ stark, verfügt über eine robuste Kapitalbasis und kann durch gezielte Zukäufe zusätzlich wachsen. Wichtig ist allerdings, dass der Konzern bei möglichen Übernahmen diszipliniert bleibt und keine überhöhten Preise zahlt. Beim kolportierten HSBC-Deal in Singapur sieht es nach einem fairen Preis aus. Entscheidend werden aber die endgültigen Konditionen sein.
Die Allianz setzt ihre Einkaufstour konsequent fort. Sollte der Kauf des HSBC-Versicherungsgeschäfts in Singapur zu einem fairen Preis gelingen, wäre das ein sinnvoller Schritt zur Stärkung des internationalen Portfolios. Die Aktie bleibt ein Qualitätswert im DAX. Anleger können weiter zugreifen.
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Häufige Fragen zur Allianz-Aktie
Was macht die Allianz?
Die Allianz ist einer der größten Versicherungskonzerne der Welt und der größte in Europa. Zum Geschäft gehören Schaden- und Unfallversicherungen, Lebens- und Krankenversicherungen sowie die Vermögensverwaltung.
Zahlt die Allianz eine attraktive Dividende?
Ja. Die Allianz zählt zu den etablierten Dividendenwerten im DAX und schüttet in der Regel einmal jährlich eine Dividende an ihre Aktionäre aus.
Für wen eignet sich die Allianz-Aktie?
Die Allianz-Aktie eignet sich vor allem für langfristig orientierte Anleger, die auf ein etabliertes Geschäftsmodell, regelmäßige Ausschüttungen und ein solides Basisinvestment setzen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.
Heute, 14:51