12.05.2015 Michael Schröder

DAX: Steigende Anleihen sorgen für erneuten Rücksetzer – jetzt long positionieren?

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DAX
Trendthema

Dem DAX ist schon wieder die Kraft ausgegangen. Nachdem die jüngste Erholung bereits zu Beginn der neuen Woche ins Stocken geraten war, fällt der deutsche Leitindex am Dienstag weiter zurück. Neben der wieder in den Fokus gerückten Griechenland-Krise machen Börsianer die teils heftigen Schwankungen an den Anleihemärkten dafür verantwortlich.

Nach dem Ausverkauf in der Vorwoche fallen die Verluste an Rentenmarkt heute erneut kräftig aus. Am Montag war der Bund-Future zunächst mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Fallen dort die Preise, bedeutet das steigende Renditen bei Anleihen - und diese machen Aktien im Vergleich weniger attraktiv. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen unter 153 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg im Gegenzug auf 0,69 Prozent. Am vergangenen Donnerstag war sie zeitweise bis auf 0,77 Prozent geklettert, nachdem sie vor wenigen Wochen noch nahe der Nulllinie gestanden hatte.

"Bundesanleihen bleiben anfällig", so die Experten der Commerzbank. "Phasen der zeitweisen Stärke scheinen schnell als Verkaufsgelegenheit genutzt zu werden." Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten ist am deutschen Rentenmarkt weiter mit ungewöhnlich starken Kursschwankungen zu rechnen. Trotz der erneut starken Kursverluste seit Beginn der Woche gibt es nach Einschätzung der Expertin Viola Julien von der Landesbank Hessen Thüringen (Helaba) aber "berechtigte Hoffnungen auf eine Bodenbildung". Im Schuldenstreit mit Griechenland ist nach wie vor kein Durchbruch in Sicht. Die Unsicherheiten rund um Griechenland dürften Bundesanleihen tendenziell stützen, sagte die Expertin.

Von Konjunkturdaten sind dagegen keine Impulse für den Handel am deutschen Rentenmarkt zu erwarten. Weder in der Eurozone noch in den USA stehen wichtige Kennzahlen auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Neue Konjunkturdaten gibt es dann am Mittwoch. In diesem Zusammenhang richten die Experten der Postbank den Blick vor allem auf die erste Schätzung für das Wirtschaftswachstum der Eurozone im Auftaktquartal. Sie rechnen mit einer weiteren Beschleunigung. Zeitgleich gibt es Daten zur hiesigen Industrieproduktion. Ebenfalls am Mittwoch steht die Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze aus den USA an. Die Postbank erwartet dort ein Ende des dreimonatigen Abwärtstrends. Am Freitag folgen Daten zur jüngsten US-Industrieproduktion.

Was sagt die CharttechnikIm Bereich um 11.450 Punkte wartet die nächste Unterstützung. Spätestens bei 11.375 Punkten sollte die laufende Abwärtsbewegung wieder stoppen, sonst droht ein erneuter Test der 11.200-Punkte-Marke. Im Anschluss ist eine erneute Aufwärtswelle Richtung 11.750 Zähler möglich. Dazu ist aber eine Beruhigung am Anleihemarkt notwendig. Risikobewusste Anleger können mit dem DAX Turbo-Long (WKN CC6GA2) von der Citigroup eine erste Position aufbauen, diese dann im Bereich um 11.375 Punkte aufstocken. Der Stopp sollte bewusst eng gewählt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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