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10.06.2020 Marion Schlegel

DAX: Freundlicher Start erwartet – US-Notenbank im Fokus

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Nach dem Rücksetzer am Dienstag geht es für den DAX zur Wochenmitte zunächst wieder aufwärts: Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,8 Prozent höher auf fast 12.720 Punkte. In elf Tagen war der DAX ohne größeren Stopp um bis zu fast 19 Prozent nach oben gerannt, bevor tags zuvor deutliche Gewinnmitnahmen einsetzten.

DAX (WKN: 846900)

Die erste Erholungsphase, in der es das "leichte Geld" zu verdienen gebe, sei vorüber, erklärte Marktstratege Eduardo Lecubarri von JPMorgan. Der auf mittelgroße und kleine Werte fokussierte Experte rät vor allem auf jene Nachzügler zu setzen, die sich bislang wenig vom Corona-Crash erholt hätten und gleichzeitig eine besonders geringe Bewertung aufwiesen.

Die imposante Aufwärtsbewegung an den US-Börsen ist am Dienstag aus dem Tritt gekommen. Anleger nahmen Kursgewinne mit, vor allem bei den zuletzt überdurchschnittlich gut gelaufenen Titeln wie Boeing oder den Aktien der US-Airlines. An der Technologiebörse Nasdaq setzte sich dagegen die Rekordjagd unvermindert fort. Der Leitindex Dow Jones verlor 1,09 Prozent auf 27.272,30 Punkte. Zuvor war das Börsenbarometer seit Monatsbeginn um fast neun Prozent gestiegen.

Am Abend steht die US-Notenbank Fed im Fokus, die an ihrem Corona-Krisenkurs zunächst kaum etwas ändern dürfte. Beachtung dürften vor allem neue Prognosen zu Wachstum, Inflation und Arbeitsmarkt finden. Die Fed reicht diese Schätzungen nach, die eigentlich schon im März hätten veröffentlicht werden sollen. Wegen der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden sie jedoch verschoben.

Die Börsen in Asien haben am Mittwoch keine gemeinsame Richtung gefunden. In Japan legte der der japanische Leitindex Nikkei 225 um 0,13 Prozent zu. Dagegen sank in Shanghai der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen leicht und in Hongkong gewann der Hang Seng 0,26 Prozent hinzu.

DER AKTIONÄR wird über sämtliche wichtigen Entwicklungen an den nationalen und internationalen Märkten im Laufe des Tages berichten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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