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03.05.2022 Jan Paul Fóri

DAX dreht zum Handelsschluss auf – diese Marke ist jetzt wichtig

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DAX

Die Erholung des DAX von seinem schwachen Wochenauftakt ist am Dienstag zeitweise ins Stocken geraten. Am Nachmittag gab der deutsche Leitindex bis auf 13.928 Zähler nach, bevor die Bullen 40 Minuten vor dem Handelsschluss das Ruder wieder rumrissen. Am Ende stand ein Plus von 0,7 Prozent auf 14.039 Punkte zu Buche. Damit bleibt diese Marke weiter im Fokus. 

"Kurz vor der wichtigen US-Notenbanksitzung am Mittwoch will sich niemand voreilig positionieren", kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect den eher trägen Handelsverlauf am Dienstag.

Am Aktienmarkt wird damit gerechnet, dass die Fed zur Wochenmitte den Leitzins diesmal gleich um 0,5 Prozentpunkte anheben wird. Wenn Anleger für weniger riskante Anlagen wieder Zinsen bekommen, schmälert dies tendenziell die Attraktivität der riskanteren Aktien. Am Vortag stieg die Rendite für zehnjährige US-Staatspapiere erstmals seit Dezember 2018 wieder über drei Prozent. Hierzulande kletterte die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen am Morgen kurzzeitig auf über ein Prozent, so hoch wie zuletzt Mitte 2015.

DAX (WKN: 846900)

Mit dem Schlusskurs von 14.039 Zählern ist dem DAX ein Sprung über die wichtige 14.000-Punkte-Marke gelungen, dennoch gilt es, diese weiterhin zu verteidigen. In den vergangenen Handelstagen konnte sich der Index bisher nicht nachhaltig nach oben von dieser Marke absetzten. Eine weiter Hürde auf dem Weg nach oben stellt zudem der umsatzstarke Bereich von 14.150 bis 14.180 Punkten dar.  

Mit Blick auf die Einzelwerte prägten Quartalsberichte weiter das Bild. Am Vorabend enttäuschte der Chemiekonzern Covestro mit einer niedrigeren Gewinnerwartung für 2022. Die Aktien verloren als DAX-Schlusslicht fünf Prozent. Das Ausmaß der Prognosesenkung verdeutliche die hohe Unsicherheit auf den globalen Märkten für chemische Grundstoffe, resümierte Analyst Chris Counihan von Jefferies.

Die Aktien der Deutschen Post drehten ins Minus mit zuletzt 0,5 Prozent. Die Quartalszahlen des Logistikers und die Bekräftigung der Konzernziele kamen zunächst gut an. Analyst Samuel Bland von JPMorgan verwies aber darauf, dass auch bei den Wettbewerbern DSV und Kühne & Nagel starke Resultate den Kursen nicht sonderlich geholfen hätten.

Die Papiere der Adler Group verzeichneten einen Kursgewinn von rund 33 Prozent. Nachdem die Wirtschaftsprüfgesellschaft KPMG dem Immobilienkonzern das Testat für die Geschäftszahlen 2021 verweigert hatte, waren die Papiere zu Wochenbeginn stark eingebrochen. Am Dienstag war im Handel nun von spekulativen Käufen die Rede.

Mit Material von dpa-AFX.

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