19.06.2014 Michael Schröder

DAX-Check: US-Notenbank mit Steilpass - 10.000-Punkte-Marke im Feiertagshandel im Fokus

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DAX
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Angesichts der verbesserten Lage auf dem US-Arbeitsmarkt ist es der US-Notenbank (Fed) nicht schwer gefallen, die Anleihekäufe zur Belebung der Wirtschaft ab Juli um weitere zehn Milliarden Dollar auf 35 Milliarden Dollar pro Monat zu drosseln. Den Leitzins beließ die Notenbank unverändert in einer Spanne von null und 0,25 Prozent. Ökonomen hatten mit diesen Entscheidungen gerechnet. Die Aktienmärkte reagieren mit Aufschlägen. Der DAX nimmt die guten Vorgaben auf und kratzt wieder an der 10.000-Punkte-Marke. Da wegen des Fronleichnam-Festes Feiertag in einigen Bundesländern ist, sind die Umsätze aber deutlich dünner als normal.

 

Ermutigende Aussagen der Fed haben den S&P-500-Index am Mittwoch auf ein Rekordhoch gehievt. Auch der Dow Jones Industrial zog an und näherte sich wieder seiner Anfang Juni erreichten Bestmarke. Die Währungshüter sehen nach dem wetterbedingt schwachen Jahresauftakt eine Erholung der US-Wirtschaft und eine weitere Verbesserung am Arbeitsmarkt. Zudem bekräftigte die Fed-Chefin Janet Yellen, dass der Leitzins nach dem Ende der konjunkturstützenden Anleihekäufe für eine beachtliche Zeit niedrig bleiben werde. 


Für Anleger, die im empfohlenen Mini-Long mit der WKN DZP 8FV investiert sind, gibt es derzeit keinen Handlungsbedarf. Insbesondere die wichtige Unterstützung bei 9.810 Punkten hat weiterhin Bestand. In einem anhaltend positiven Umfeld könnte schon bald ein erneuter Angriff auf die 10.000er-Marke erfolgen. Anleger sichern sich mit einem Stopp im Bereich von 9.770 Punkten oder 10,75 Euro ab. Aber: Der große Verfall an den Terminbörsen am Freitag wirft Börsianern zufolge bereits seine Schatten voraus. Am sogenannten "Hexensabbat" laufen Optionen und Futures auf Aktien und Aktienindizes aus. Überraschende Kursschwankungen einzelner Papiere setzen oftmals schon vorher ein.

(Mit Material von dpa-AFX)