19.11.2014 Jochen Kauper

Daimler: Die beste Autoaktie auf dem deutschen Kurszettel

-%
DAX

Der europäische Automarkt hat im Oktober weiter zugelegt. In der Europäischen Union wurden gut 1,07 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen und damit 6,5 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie der Branchenverband Acea am Dienstag mitteilte. Damit stieg der Absatz den 14. Monat in Folge. Im September war das Plus mit 6,4 Prozent nur unwesentlich geringer ausgefallen.

Weiter aufwärts

Alle deutschen Hersteller verkauften mehr Fahrzeuge. Daimler steigerte den Absatz im Oktober um 2,2 Prozent. Daimler macht derzeit von allen deutschen Autobauern ohnehin den besten Job. Junge Produktpalette die die Käufer anspricht, die Modelle strahlen Zeitgeist aus. Daimler zeigt mit neuen Modellen Angriffslust, so zum Bespiel mit dem Mercedes AMG GT.

Gewinn pro Auto steigt

Nicht nur deshalb ist Daimler die beste Autoaktie auf dem deutschen Kurszettel. Dass Daimler die Konkurrenz in Sachen Gewinn abhängt, hätten vor wenigen Monaten wohl noch die wenigsten Experten für möglich gehalten. Die Mercedes-Car Group verdiente zuletzt pro verkauftem Auto 3.675 Euro. Dahinter liegen BMW mit 3.330 Euro und Audi mit einem Gewinn von 2.698 Euro je Fahrzeug.

Dabei bleiben

Nicht nur deshalb bleibt die Daimler-Aktie aussichtsreich. Grund ist die im Vergleich zu den anderen Autobauern junge Modellpalette, die die Marge von Daimler weiter steigern sollte. Nach dem Anstieg der letzten Tage hat die Daimler-Aktie konsolidiert. Die 90-Tage sowie die 200-Tage-Linie wurden überwunden. Nächstes Etappenziel ist die Marke von 65 Euro. Hier wartet ein hartnäckiger Widerstand.

 

 

 

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0