07.11.2019 Jochen Kauper

Daimler: Analysten senken den Daumen - Kapitalmarkttag in London und New York muss neue Impulse liefern

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Daimler
Trendthema

In den letzten Wochen standen die Autowerte bei den Anlegern hoch im Kurs. Zu Beginn der Woche kam sogar Hoffnung auf, die USA würden auf Strafzölle auf US-Autoimporte verzichten. Am Dienstag haben dann die UBS und die Societe Generale der Aufwärtsbewegung der Aktien von Daimler, BMW und Co den Stecker gezogen. Die Analystenhäuser haben ihre Kursziele zurückgenommen. Am Mittwoch legten die Commerzbank und die HSBC nach. Die Daimler-Aktie hat den Rückwärtsgang eingelegt.

Am Wochenende verbreitete US-Handelsminister Wilbur Ross noch Hoffnung. Geht es nach ihm, so seinen Strafzölle auf US-Autoimporte noch zu vermeiden. Gut für die deutschen Autobauer Daimler, BMW und Volkswagen.

Jedoch setzen immer mehr skeptische Analystenstimmen der Aktie von Daimler zu. Zu Beginn der Wochen haben sich die UBS und Societe Generale negativ zu Daimler geäußert. Am Mittwoch legten die Commerzbank und die HSBC nach.

HSBC-Experte Henning Cosman glaubt, dass der anstehende Kapitalmarkttag von Daimler den Erwartungen und Hoffnungen kaum gerecht werden kann.

Commerzbank senkt den Daumen

Die Commerzbank hat Daimler vor dem Kapitalmarkttag am 14. November von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 47 auf 45 Euro gesenkt. Die Aktie sei sehr stark gelaufen und nun dürfte sich bis ins kommende Jahr hineinreichend, Druck auf die Ergebnisse des Autobauers aufbauen, schrieb Analyst Demian Flowers in einer Studie. Ursächlich seien Kosten im Zusammenhang mit CO2-Emmissionen und steigende Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Das werde auch den freien Barmittelfluß belasten.

Die entscheidende Frage ist, ob Daimler-CEO Ola Källenius am Kapitalmarkttag am 14. November in London positive Impulse liefern kann.

Kann Daimler die Dividende halten?

DER AKTIONÄR geht nicht davon aus, dass Daimler die üppige Dividende von 3,25 Euro zuletzt halten wird. „Daimler steht von hohen Investments in E-Mobilität. Da kann man nicht mit der Kostenschere die Dividenden zu 100% absichern“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber DER AKITONÄR.

Daimler (WKN: 710000)

Nachdem die Daimler-Aktie über die wichtige 200-Tage-Line bei 49,24 Euro geklettert ist, setzte das Papier die Aufwärtsbewegung fort. Aus technischer Sicht wurde das Potenzial bis zur Widerstandslinie bei 54,50 Euro nahezu ausgeschöpft. Die aktuelle Konsolidierung kann die Aktie bis in den Bereich von 50,30 Euro führen. Im Anschluss könnte die Aktie in einem freundlichen Gesamtmarkt bis auf 59,30 Euro laufen.


Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Daimler