Nach der investitionsintensiven Phase 2023/24 war 2025 für Aixtron ein Übergangsjahr. Für das laufende Jahr erwartet der Halbleiterzulieferer weiterhin ein verhaltenes Marktumfeld. Investoren greifen dennoch beherzt zu und positionieren sich schon jetzt für eine Belebung des Geschäfts ab 2027. Passend dazu haben Analysten ihre Kursziele in den vergangenen Tagen reihenweise angehoben.
Die Aixtron-Aktie befindet sich klar im Aufwind. Seit Jahresbeginn steht mittlerweile ein Kursplus von mehr als 75 Prozent zu Buche. Allein vom Tief unmittelbar nach der Veröffentlichung der Jahreszahlen und dem Ausblick Ende Februar legte die Aktie satte 40 Prozent zu.
Geht es nach den Analysten, wird die Luft mit dem Sprung über die 30-Euro-Marke aber langsam dünner. Zehn Experten raten zum Kauf der Aktie, sechs stehen dem Titel neutral gegenüber. Verkaufsempfehlungen nach den Zahlen? Fehlanzeige! Nachdem fast alle Experten ihre Schätzungen überarbeitet und die Kursziele teilweise deutlich angehoben haben, liegt der faire Wert im Schnitt knapp unter 30 Euro.
Die mittel- und langfristigen Wachstumstreiber sind intakt. Vor allem mit der zunehmenden Einführung von 800-Volt-Stromversorgungsarchitekturen in KI-Rechenzentren dürfte die Nachfrage nach Produktionsanlagen aus dem Hause Aixtron steigen. Die Hintergründe hat DER AKTIONÄR bereits skizziert.
Wohin könnte die Reise für die Aktie gehen? Analysten sehen den Titel im Prinzip als fair bewertet an. Das Momentum spricht dagegen klar für eine Trendfortsetzung. Beim Blick auf den langfristigen Chart springt zwar das Hoch um den Jahreswechsel 2023/24 ins Auge. Ob dieses zeitnah angesteuert werden kann, ist jedoch fraglich. Bei aller Euphorie dürfte die Aktie nach dem jüngsten Anstieg zunächst eine Verschnaufpause einlegen, zumal das erste Quartal saisonal bedingt traditionell eher schwächer ausfällt.
Heute, 14:04