04.02.2019 Jochen Kauper

Daimler-Aktie: Vom Prügelknaben zum neuen Highflyer?

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Daimler
Trendthema

Die Aktie von Daimler hat in den ersten Wochen des Jahres 2019 keine schlechte Figur angegeben. Zuletzt hat das Papier sogar seinen kurzfristigen Abwärtstrend überwunden. Mit dem Sprung über die Widerstände bei 53,50 und 54,80 Euro würde sich das Chartbild weiter verbessern. Am Montag gibt es zudem positive News vom Bankhaus Lampe. Analyst Christian Ludwig geht davon aus, dass Daimler weiter eine dicke Dividende ausschütten wird.

Tiefpunkt erreicht

Dass die Absatzzahlen in den USA einmal mehr schwach ausfielen, hat niemanden mehr überrascht. Die Verkäufe sind insgesamt um 13,8 Prozent auf 23 804 Fahrzeuge gesunken, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Chef von Mercedes-Benz USA, Dietmar Exler, zeigte sich optimistisch, das Ruder in den kommenden Monaten mit neuen Modellen herumreißen zu können.

Sämtliche negative Nachrichten – Dieselskandal, sinkende Absatzzahlen in den USA und in China, Milliarden-Investitionen für neue Antriebsformen – könnten nun endlich im Kurs eingepreist sein. Zuversichtlich macht ferner, dass Daimler in den letzten Monaten viele neue Kooperationen geschlossen hat.

Hohe Dividendenrendite

Zuletzt hatten die Analysten von Morgan Stanley die Papiere des schwäbischen Autobauers von "Equal-Weight" auf "Overweight" hochgestuft. Das Kursziel lautet 60 Euro. Eine Stabilisierung in China könnte im zweiten und dritten Quartal die Kurse noch weiter hoch treiben, so Analyst Harald Hendrikse. Auch Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe sieht für die Aktie von Daimler Potenzial bis 60 Euro. Ludwig geht von einer Dividende von 3,40 (Vorjahr: 3,65 Euro) aus. Das würde einer Dividendenrendite von 6,4 Prozent entsprechen.

 

GD200 im Blick 

Spätestens mit dem Sprung über die horizontalen Hürden im Bereich zwischen 53,50 und 54,80 Euro würde sich das Chartbild weiter aufhellen. Die nächsten Ziele lägen dann bei 60 und 68 Euro. Gut möglich, dass die Aktie sich kurzfristig zwischen 51,20 Euro und 53,15 Euro einpendelt, um im Anschluss die nächste Widerstandszone in Angriff zu nehmen. DER AKTIONÄR hat sich bereits im Hebel-Depot mit einem Turbo-Optionsschein in Stellung gebracht.