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18.07.2014 Jochen Kauper

Daimler-Aktie: Pro und Contra der Analysten

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Daimler

Es ist ein zähes Ringen der Optimisten und Pessimisten. Während viele Analysten für die Daimler-Aktie weiteres Potenzial sehen, stufte die Credit Suisse das Papier ab. Das Kursziel senkte Analyst Mike Dean von 84 auf 70 Euro. Der Aktienkurs des Autobauers habe sich in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Plus von mehr als 50 Prozent überdurchschnittlich entwickelt. Inzwischen sei die modellzyklusbedingte Belebung allseits bekannt, und zugleich könnten die Margen bei Mercedes Benz 2014 weiter enttäuschen. Zugleich sehe er nach dem Kapitalmarkttag auch keine Verbesserungen im Segment schwere Lastkraftwagen. Dean senkte daher seine Schätzungen für das Ergebnis je Aktie (EPS) um rund sechs Prozent.

Pro Daimler

Auf der anderen Seite hat sich das Analysehaus Warburg Research positioniert. Analyst Marc-Rene Tonn rechnet für das zweite Quartal mit einer Gewinnverbesserung. Die zweite Jahreshälfte dürfte dann besser als die erste ausfallen und weniger von negativen Währungseffekten belastet werden. Sein Kursziel lautet 80 Euro.

Sparkurs wird ausgebaut

Hinzu kommt, dass Daimler-Chef Dieter Zetsche den Sparkurs ausbauen will. Zusätzliche 3,5 Milliarden Euro will der Vorstand bis 2020 in der Auto-Sparte sparen. Laut Konzern reicht das aktuelle Sparprogramm nicht aus, um die angepeilte Umsatzrendite von zehn Prozent zu erreichen.

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Alles im Lot

Was tun also als Anleger? Man könnte ständig über die neuen Ratings der Analysten diskutieren, ständig seine Anlageentscheidung in Frage stellen. Fakt ist: Daimler hat sich längst vom angestaubten Image befreit, die Produktpalette ist klasse, die Modelloffensive läuft. Derzeit fährt Daimler Margen um die 6,8 Prozent ein. Die Konkurrenz liegt mit neun bis zehn Prozent im Rennen. Zetsches Ziel sind zehn Prozent.

 

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