Machen Sie jetzt den Stresstest für Ihr Depot
Foto: Shutterstock
25.11.2021 Timo Nützel

Commerzbank und Deutsche Bank: Ampel gibt grünes Licht

-%
Commerzbank

Die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank stehen seit Mittwoch wieder deutlich im Plus. Der jüngst vorgestellte Koalitionsvertrag der bevorstehenden Ampel-Regierung beflügelt die Anteilsscheine. Vor allem aus diesen Gründen können die beiden Großbanken aufatmen.

So werde es kein in der Finanz- und Versicherungsbranche befürchtetes Verbot von Provisionen in der Anlageberatung geben, sagte ein Branchenexperte. "Das heißt, Banken können weiterhin Gebühren von Vermögensverwaltern etc. erhalten, um ihre Produkte zu verkaufen", präzisierte er. Zudem solle der grenzüberschreitende Kapital- und Liquiditätsfluss leichter werden, was grenzüberschreitende Geschäfte von Banken erleichtern würde.

Auch solle das Umfeld für Fintechs, Risikokapital und Wachstumskapital verbessert werden, und erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik soll in der gesetzlichen Rentenversicherung das Umlageverfahren durch eine Anlage am Kapitalmarkt erweitert werden. Diese teilweise Kapitaldeckung soll laut Koalitionsvertrag "als dauerhafter Fonds von einer unabhängigen öffentlich-rechtlichen Stelle professionell verwaltet werden und global anlegen". Zur Umsetzung des Projekts der "Aktienrente" erhalte die Deutsche Rentenversicherung 2022 laut Planung aus Haushaltsmitteln in einem ersten Schritt einen Kapitalstock von zehn Milliarden Euro.

Während die Anteile der Deutschen Bank im kaum bewegten Dax um 0,6 Prozent auf 11,518 Euro stiegen, gewannen die der Commerzbank im ebenfalls moderat freundlichen MDax 0,6 Prozent auf 6,49 Euro.

Diese positiven politischen Signale kommen zur rechten Zeit, denn das Zinsumfeld bleibt für die Banken eher schwierig. Während sich die Anleger in den USA bereits auf mehrere Zinserhöhung einstellen, zeichnet sich für den lockeren Geldkurs der Europäischen Zentralbank noch keine konkrete Änderung ab.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Die Banken kommen im Koalitionsvertrag gut weg. Beide Aktien haben seit Mittwoch einen Auftrieb erfahren. Investierte Anleger bleiben bei beiden Werten an Bord. Ein Neueinstieg bietet sich aber erst an, wenn sich das Chartbild weiter aufhellt.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR


(Mit Material von dpa-AFX)

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Commerzbank - €
Deutsche Bank - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8