Die Comebacks nach Corona
18.01.2021 Tim Temp

Cisco Systems: 30 Prozent in zwei Monaten mit dem Internet-Dino – was jetzt noch geht

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Cisco Systems

Der Netzwerkausrüster fristet seit längerem eher ein Schattendasein an der Börse. Dabei ist Cisco Systems mit seiner umfangreichen Produkt- und Dienstleistungspalette für das Jahrhundertthema eigentlich gut aufgestellt: die Digitalisierung und Vernetzung der Welt. Nun kommt wieder Schwung in den Kurs der Aktie.

Bis Mitte 2019 sah es gut aus für Cisco. Das Unternehmen war ein solider Hardwareausrüster, der Milliarden an Cashflow generierte und ordentlich Dividende zahlte. Dann nahmen die operativen Probleme zu. Viele notwendige Veränderungen, wie die Erschließung des chinesischen Marktes, Investitionen in neue Wachstumsbereiche und die Transformation vom Hardwareanbieter hin zu einem All-in-one-Netzwerkanbieter, wurden verschlafen.

Cisco Systems (WKN: 878841)

Der Kurs der Aktie trat ab April 2019 erst auf der Stelle. Ab Juni 2019 kam der Abstieg und Corona erledigte den Rest. Bis März 2020 summierte sich das Minus auf 45 Prozent. Der Kurs fiel vom Allzeithoch bei 58,25 bis auf 32,50 Dollar. Die Aktie erholte sich zunächst im Jahresverlauf 2020 bis auf 48,50 Dollar. Die Zahlen im August enttäuschten wieder auf ganzer Linie. Es folgte ein erneuter Absturz um 27 Prozent auf 35,50 Dollar bis November. 

In den letzten zwei Monaten hat sich der Kurs nun um ansehnliche 30 Prozent erholt. Am 14. Januar 2021 wurde zudem ein neues Kaufsignal erzeugt: Der GD50 hat den GD200 überholt. Zusätzlich ist das Mehrmonatshoch bei 48,50 Dollar in greifbarer Nähe. Anleger können einsteigen, aber bitte dosiert. Am 9. Februar werden neue Zahlen veröffentlich. Der Stopp sollte unter dem GD200 bei 42 Dollar platziert werden. Das Kursziel für die nächsten Wochen liegt bei 48 Dollar. Nimmt der Markt die neuen Zahlen positiv auf, könnte die Aktie den großen Widerstand oberhalb von 48 Dollar überwinden und bis 50 Dollar und mehr im laufenden Jahr steigen.

Der IT-Dino hat an vielen Fronten zu kämpfen. Die Aktie hat aber einen soliden technischen Aufwärtstrend gebildet und könnte, im besten Fall unterstützt durch gute Quartalszahlen am 9. Februar, mittelfristig die alten Widerstände überwinden. Trader können dosiert zugreifen.