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26.03.2020 Andreas Deutsch

CEWE: Jetzt bremst auch die SDAX-Perle

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CEWE
Trendthema

Der Fotodienstleister CEWE rechnet aufgrund der Corona-Krise mit negativen Effekten im neuen Jahr. Die Auswirkungen der weltweiten Coronavirus-Pandemie seien derzeit aber noch nicht quantifizierbar, gab das Oldenburger SDAX-Unternehmen am Donnerstag bekannt. Die Meldung kommt nicht wirklich überraschend.

Der Konzern erwartete zwar beim Umsatz ursprünglich einen Zielkorridor zwischen 725 und 755 Millionen Euro sowie beim operativen Ergebnis (EBIT) eine Bandbreite zwischen 58 und 64 Millionen Euro. Doch unter Berücksichtigung potenzieller Auswirkungen der Corona-Krise seien diese Ziele nach jetzigem Stand wohl nicht erreichbar, hieß es.

Ungeachtet der Pandemie hält das Unternehmen aber an seinem kürzlich verkündeten Dividendenvorschlag fest. Die Aktionäre sollen zwei Euro je Anteilsschein erhalten und damit fünf Cent mehr als ein Jahr zuvor.

Wie bereits bekannt, hatte CEWE im vergangenen Jahr unter anderem von einem guten Weihnachtsgeschäft und seinem stark nachgefragten Fotobuch profitiert und konnte sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis zulegen.

Während die Erlöse um rund zehn Prozent auf 715 Millionen Euro kletterten, legte das EBIT um knapp vier Prozent auf 57,8 Millionen Euro zu. Beide Kennziffern bestätigte CEWE nun.

CEWE (WKN: 540390)

Es war abzusehen, dass CEWE bei der Jahresprognose auf die Bremse treten würde. Angesichts von Quarantäne und Ausgangssperren ist es klar, dass die Menschen keine Lust haben, Fotos zu machen. Sobald die Krise aber abebbt und die Leute wieder raus und ihr Leben genießen dürfen, wird sich das ändern. Bei CEWE sprechen wir also klar von einem temporären Negativ-Effekt. Nach dem Crash ist die Aktie mit einem 2021er-KGV von 15 günstig bewertet, zumal die Wachstumsraten im Bereich Fotobücher und Digitalfotografie enorm sind. Kaufchance für Langfrist-Anleger. 

(Mit Material von dpa-AFX)