09.12.2013 Markus Bußler

Borussia Dortmund: Daumen drücken

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Borussia Dortmund

Die Verletzungsmisere bei Borussia Dortmund (BVB) und sportliche Misserfolge haben die Aktie des einzigen börsennotierten Fußball-Bundesligisten unter Druck gesetzt. Drei Handelstage vor dem wichtige Gruppen-Endspiel in der Champions League schlossen die BVB-Papiere 5,20 Prozent schwächer bei 3,59 Euro.  

Der BVB hatte am Samstag das Duell der Bayern-Verfolger zu Hause gegen Bayer Leverkusen verloren. Vor allem verschärfte sich mit den Verletzungen von Sven Bender und Nuri Sahin dabei aber die Personalnot weiter. Bender dürfte bei der Champions-League-Partie bei Olympique Marseille ausfallen - Sahins Einsatz ist sehr fraglich. In der Bundesliga fehlt am Samstag bei Hoffenheim obendrein mit dem gelb/rot-gesperrten Sokratis ein weiterer Verteidiger. 

Velrletzungsseuche

„Extrem belastend für den BVB ist derzeit die Verletzungsseuche“, sagte Analyst Alexander Langhorst von GSC Research. Mit dem längerfristigen Ausfall wichtiger Spieler werde die Lage vor allem in der Champions League, aber auch im Pokal und der Liga immer angespannter. Das Erreichen der Finalrunde sei ganz entscheidend für den Verein und die Aktie, der sonst nach oben hin die Fantasie ausgehen könnte. Wenn der Wurm erst einmal drin sei, werde es ohnehin immer schwieriger, Erfolge zu erzielen. GSC bewertet die BVB-Aktie mit "Kaufen" und dem Kursziel 4,50 Euro. 

Finanzieller Einbruch?

Auch Marktanalyst Daniel Saurenz von Feingold Research stellte die Verletztenmisere und sportliche Rückschläge in den Vordergrund: „Der Borussia droht nun das erste Mal seit Jahren auch ein kräftiger finanzieller Einbruch.“ Die Investoren blickten entsprechend besorgt auf das "Alles-oder-Nichts-Spiel" in der Champions League in Marseille. In Normalbesetzung wäre der BVB Favorit, doch der Ausfall des regulären Verteidigerverbunds treibe nun auch die Investoren in die Defensive.

Dabei bleiben
Auch wenn es in der Bundesliga zuletzt weniger gut lief. Zumindest konnte sich die BVB-Aktie nach dem letzten Rücksetzer bis auf die 200-Tage-Linie bei knapp 3,40 Euro wieder aufrappeln. Sofern das Papier noch einmal in die Region zwischen 3,40 und 3,50 Euro fallen sollte, können Anleger zugreifen.

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