Die deutschen Automobilhersteller stehen nach wie vor unter Druck. Nach den zum Teil deutlichen Zielverfehlungen von Volvo Cars und Stellantis, sind Anleger auf die Zahlen von BMW gespannt. Die Aktie zumindest konnte sich von ihren Tiefs bereits wieder etwas lösen.
Der Roll-Out der Modellreihe „Neue Klasse“ rückt immer mehr in den Fokus vieler Investoren. Das erste Modell der neuen Modellgeneration - dem Grundkonzept für BMWs künftige Elektroautos - wurde auf der IAA Mobility in München im September offiziell vorgestellt. "Die Auftragseingänge in Europa liegen deutlich über unseren Erwartungen und belegen das hohe Kundeninteresse", heißt es von Unternehmensseite auf Anfrage von DER AKTIONÄR. Bis zu acht neue Modelle auf Basis der "Neuen Klasse" will BMW bis 2027 ausrollen. „Die Nagelprobe für die Fahrzeuge auf der „Neuen Klasse“ Architektur wird China sein“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut gegenüber DER AKTIONÄR.
Besonders hervorzuheben ist bei BMW die Tatsache, dass aufgrund der Technologie der neuen Generation, die die Kosten um bis zu 50 Prozent senken, eine um 30 Prozent größere Reichweite bieten und die Ladezeit um 30 Prozent verkürzen wird.
Neben der Modellreihe „Neue Klasse“ wird BMW bis Ende 2027 über 40 neue oder überarbeitete Modelle ausrollen. Die Neuentwicklungen laufen dabei quer durch alle Segmente und Antriebsarten: elektrische BEV, Plug-in-Hybride, Verbrenner, SUVs.
Die DZ Bank hat vor wenigen Tagen ihr Kursziel für die BMW-Aktie von 100 auf 102 Euro angehoben. Michael Punzet geht weiterhin davon aus, dass der Autobauer in den kommenden Quartalen von seinem technologieoffenen Ansatz beim Absatz - auch mit Blick auf das Thema E-Mobilität profitieren könne. Der Hochlauf der "Neuen Klasse" in Kombination mit sinkenden Investitionen sollte die Ebit-Marge des Segments Automobile schrittweise wieder in Richtung des strategischen Zielkorridors von 8 bis 10 Prozent führen. Mit Blick auf die Zollunsicherheiten sieht der Analyst BMW unter den deutschen Autobauern am besten aufgestellt. Das laufende Aktienrückkaufprogramm sei zudem eine zusätzliche Kursstütze.
Auch Christian Frenes von Goldman Sachs bleib bei seiner Kaufempfehlung für BMW. Das Kursziel nahm Frenes jedoch von 112 auf 105 Euro zurück. Frenes nahm vor dem Geschäftsbericht kleine Anpassungen an seinen Schätzungen vor. Er berücksichtigte dabei jüngste Absatzzahlen und die letzten Signale aus dem Konzern.
Die deutschen Automobilhersteller stehen nach wie vor unter Druck. Nach den zum Teil deutlichen Zielverfehlungen von Volvo Cars und Stellantis, sind Anleger auf die Zahlen von BMW gespannt. Die Aktie zumindest konnte sich von ihren Tiefs bereits wieder etwas lösen.
Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 14:52