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06.08.2014 Jochen Kauper

BMW-Aktie nach guten Zahlen im Rückwärtsgang: Wie geht’s weiter?

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BMW

11,7 Prozent Marge im ersten Halbjahr. Damit stellte BMW die Konkurrenz im Premium-Bereich in den Schatten. Und dennoch: Nach einem Quartal voller Rekorde tritt BMW auf die Euphoriebremse. Zwar steigerten die Münchner den Gewinn zwischen April und Juni im Rekordtempo und übertrafen selbst optimistische Erwartungen - dieses Tempo könne der Konzern aber nicht halten, mahnte Finanzchef Friedrich Eichiner. Kein Wunder, dass auch die BMW-Aktie nach einem starken Start im Verlauf des Handelstages am Dienstag sogar ins Minus abrutschte. Denn im zweiten Halbjahr müsse der weltgrößte Oberklassehersteller mehr investieren sowie höher Kosten für Forschung und Entwicklung schultern. Die Rendite von 11,7 Prozent in der Pkw-Sparte sei nicht zu halten.

Starkes 1. Halbjahr
Dass BMW seinen Gewinn um 27 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro steigern konnte, hat vor allem einen Grund: Die Münchner verkauften im Verhältnis mehr teure und große Autos als kleine und günstigere - alleine die schwere Geländelimousine X5 legte um fast 50 Prozent zu. Doch weil die dicken Schlitten auch viele Abgase in die Luft pusten, wird sich dieser Mix bald hin zu kleineren
Modellen verschieben, damit BMW die strengen CO2-Grenzwerte packt. Bei über 40 Prozent sieht Konzernchef Norbert Reithofer deren Anteil mittelfristig - im zweiten Quartal lag er unter 35 Prozent.

Analysten zufrieden
Die DZ Bank hat ihr Rating für die BMW-Aktie beibehalten. Das Kursziel bleibt bei 98 Euro. Der Autobauer habe die Markterwartungen sowie seine etwas vorsichtigeren Schätzungen im zweiten Quartal deutlich übertroffen, so Analyst Michael Punzet. Vor allem eine überraschend gute Gewinnspanne - die Ebit-Marge - im Bereich Automobile hob der Analyst positiv hervor. Auch Warburg Research bleibt bei der positiven Einschätzung für BMW.
Dank einer überraschend hohen Profitabilität des Automotive-Segments habe BMW die Erwartungen gewinnseitig übertroffen, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn. Der Analyst blickt nun etwas zuversichtlicher auf den Verkaufsmix und die Absatzpreise in dieser Sparte. Sein Kursziel lautet 108 Euro.

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