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26.10.2016 Marion Schlegel

Bayer-Aktie nach Zahlen kräftig unter Druck

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Bayer

Gut laufende Geschäfte mit neueren Medikamenten haben den Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer vor der Rekordübernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto auf Wachstumskurs gehalten. Nach Zuwächsen im dritten Quartal legte Konzernchef Werner Baumann am Mittwoch in Leverkusen die Latte für den bereinigten Gewinn je Aktie für 2016 auch wegen einer niedrigeren Steuerquote etwas höher. Er ist erst seit rund einem halben Jahr Bayer-Chef. Im September hatte er die rund 66 Milliarden Dollar schwere Rekord-Übernahme des umstrittenen US-Konzerns verkündet und damit einen Monate langen Poker beendet. Die größte Übernahme eines deutschen Konzerns würde Bayer mit einem Schlag zur globalen Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. Die Monsanto-Aktionäre und zahlreiche Behörden müssen noch zustimmen. "Wir haben nun damit begonnen, die Genehmigungen durch die Kartellbehörden einzuholen", sagte Baumann. Er will den Antrag in den USA noch 2016 und in der EU voraussichtlich im ersten Quartal stellen. Bis Ende 2017 soll die Übernahme über die Bühne gehen.

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Auch bei der Finanzierung setzt Baumann auf Tempo: Bei den Banken steht ein Kredit in Höhe von rund 57 Milliarden Dollar. Die Refinanzierung werde je nach Umfeld möglicherweise schon deutlich vor Abschluss der Transaktion erfolgen, erklärte Baumann. Rund 19 Milliarden Dollar will er mit einer Kapitalerhöhung und einer Pflichtwandelanleihe stemmen.

Aktie fällt unter 90-Euro-Marke zurück

Im eigentlichen Geschäft bleibt Bayer auf Kurs. Der Umsatz legte im dritten Quartal dank neuerer Medikamente um 2,3 Prozent auf 11,26 Milliarden Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten erhöhte sich um sechs Prozent auf 2,68 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieben 1,19 Milliarden Euro hängen - 18,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vor einem Jahr war die Steuerlast höher und auch der Börsengang der Kunststofftochter Covestro belastete. Analysten hatten im Schnitt weniger Gewinn erwartet.

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Am Finanzmarkt konnte Bayer aber nicht wirklich punkten. Am Vormittag standen die Aktien in einem insgesamt schwächeren Umfeld unter Druck und büßten 2,3 Prozent auf 89,44 Euro ein. Interessant wird die Entwicklung insbesondere im Hinblick auf die Monsanto-Übernahme im kommenden Jahr werden. DER AKTIONÄR sieht weiterhin im DAX bessere Anlage-Alternativen als die Bayer-Aktie.

(Mit Material von dpa-AFX)

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