Der Aufbau eines weiteren Verbundstandorts Zhanjiang in China ist die wichtigste Investition des Chemieriesen BASF in den vergangenen Jahrzehnten. Und nun ist das Herzstück der Anlage in Betrieb genommen worden: der Steamcracker. Es ist der weltweit erste Cracker, dessen Hauptkompressoren (E-Drives) vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.
Als zentrale Anlage des Verbunds versorgt der Steamcracker mehrere Produktionsanlagen vor Ort mit wichtigen Basischemikalien wie Ethylen und Propylen. Damit bildet er den Ausgangspunkt der chemischen Wertschöpfung am Standort: Langkettige Kohlenwasserstoffe wie Naphtha oder Butan werden unter Einsatz von Dampf in ihre Bestandteile aufgespalten. Die jährliche Produktionskapazität liegt bei rund einer Million Tonnen Ethylen.
„Dieser wichtige Meilenstein an unserem Verbundstandort in Zhanjiang stärkt die diversifizierten Wertschöpfungsketten der BASF in China erheblich und ermöglicht es uns, Kunden aus vielen Branchen zu unterstützen“, sagt Dr. Stephan Kothrade, Mitglied des Vorstands der BASF SE und Chief Technology Officer.
Parallel dazu hat BASF nach dem jüngsten Hochfahren mehrerer Anlagen zur Herstellung von Propylen-Derivaten auch die petrochemischen Produktionsstätten für Ethylenoxid, Ethylenglykol und Polyethylen sicher in Betrieb genommen. Zhanjiang entwickelt sich damit zum drittgrößten Verbundstandort des Konzerns weltweit – nach Ludwigshafen und Antwerpen. Der Standort soll zugleich als Referenzprojekt für nachhaltige Chemieproduktion dienen: Die Energieversorgung erfolgt vollständig aus erneuerbaren Quellen. Die in Zhanjiang hergestellten Produkte sind vor allem für Kunden im chinesischen Markt bestimmt, dem größten und zugleich dynamischsten Chemiemarkt der Welt.
Die Expansion in China ist für BASF ein wichtiger Schritt. Ob dies dem Kurs wieder nachhaltig nach oben treiben kann, hängt aber in erster Linie davon ab, wie sich die chinesische Volkswirtschaft und natürlich die gesamte Weltwirtschaft entwickelt. Die günstig bewertete Dividendenperle bleibt für Mutige mit einem langen Atem nach wie vor attraktiv. Der Stoppkurs kann nach wie vor bei 36,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
07.01.2026, 15:17