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09.10.2020 Marion Schlegel

BASF: Das kommt bei den Anlegern gar nicht gut an!

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BASF

Der Chemiekonzern BASF schreibt infolge der Belastungen auch wegen der Corona-Krise einen Milliardenbetrag ab. Wegen eines Nachfragerückgangs aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie und des Wettbewerbsdrucks bei Basischemikalien habe sich ein Wertminderungsbedarf von 2,8 Milliarden Euro ergeben, wie das Unternehmen am Freitagnachmittag mitteilte.

BASF (WKN: BASF11)

Daher werde sich im dritten Quartal voraussichtlich ein Verlust von Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 2,6 Milliarden Euro ergeben. Den negativen Effekt herausgerechnet dürfte aber ein operativer Gewinn von 581 Millionen Euro erzielt worden sein, und damit mehr als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten. Die Anleger reagierten zunächst aber vor allem auf die hohen Abschreibungen: Der Aktienkurs fiel um fast drei Prozent.

Auf den Rest des Jahres blickt der DAX-Konzern derweil recht zuversichtlich. Das Ebit vor Sondereinflüssen dürfte sich im Schlussquartal im Vergleich zum dritten Jahresviertel verbessern. Daher traut sich BASF nun auch wieder einen Jahresausblick zu. Der Umsatz dürfte wegen der Folgen der Corona-Pandemie auf 57 bis 58 Milliarden Euro fallen, nach 59,3 Milliarden im Vorjahr. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen dürfte sich auf 3 bis 3,3 Milliarden Euro belaufen. Hier waren es 2019 noch 4,6 Milliarden gewesen. Dabei sollen Sparmaßnahmen den anhaltenden Margendruck insbesondere bei Basischemikalien ausgleichen.

Die Aktie von BASF war zuletzt extrem nahe dran, das Junihoch bei 58,40 Euro nach oben zu durchbrechen. Nun scheint das Papier aber erst einmal abgeprallt zu sein. Jetzt gilt es, neue Kraft zu tanken. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für den breit aufgestellten DAX-Konzern bleiben aber weiterhin gut. DER AKTIONÄR ist deswegen zuversichtlich, dass bald ein neuer Angriff auf das Junihoch gestartet werden kann.

(Mit Material von dpa-AFX)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BASF.