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08.10.2020 Markus Bußler

Barrick Gold: Mehr Übernahmen!

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Barrick Gold

Nachdem der Goldpreis am Montag in seinem zaghaften Aufwärtsdrang von US-Präsident Donald Trump jäh gestoppt worden ist, ging es gestern zumindest leicht nach oben. Die Minenaktien hingegen konnten keine Dynamik entwickeln. Die meisten Minenindices notierten marginal im Plus. Das Papier des weltweit zweitgrößten Goldproduzenten Barrick Gold rutschte zum Handelsende sogar ins Minus.

Auf einer virtuellen Konferenz in Südafrika blickte Barrick Golds CEO Mark Bristow auf die Zukunft der Minenindustrie und mahnte mehr Übernahmen und Fusionen an. „Die Goldindustrie benötigt eine Konsolidierung“, forderte Bristow und verwies unter anderem auf das Geschehen in Australien. Die australischen Minenunternehmen seien aktuell deutlich aktiver. Nicht zuletzt der riesige Deal zwischen Northern Star und Saracen zeige dies. Doch in Kanada benötige man definitiv mehr Fusionen und Übernahmen. Der Trend werde deutlich in diese Richtung geben. Die Goldproduzenten müssten mehr investieren, um neue Depots zu finden. Das durchschnittliche Minenleben ist von 20 Jahren auf zehn Jahre gefallen. Dies deute auf eine anstehende Krise bei den Reserven hin. Gleichzeitig erneuerte Bristow das Interesse von Barrick Gold an Freeport McMoRans Grasberg-Mine. Barrick bleibe fokussiert auf Tier-1-Assets. Und damit müsse Barrick automatisch Interesse an dem Projekt haben.

Natürlich hat Bristow Recht. Die Goldbranche steht vor einer Konsolidierungswelle, die aber bereits in vollem Gange ist. In den vergangenen Jahren kam es zu einigen großen Fusionen – Barrick Gold und Randgold, Newmont und Goldcorp und in dieser Woche Northern Star und Saracen. Dieser Trend wird anhalten. Sicherlich erschweren derzeit die Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie Fusionen. Doch das sollte nur ein temporäres Hemmnis sein. In den kommenden Monaten und Jahren werden sich die großen Produzenten auf die Jagd begeben. Der hohe Goldpreis sorgt dafür, dass die Kriegskassen gut gefüllt sind. Barrick Gold selbst dürfte nicht nur an Freeport interessiert sein. Immer wieder wird der Konzern auch in Zusammenhang mit Kirkland Lake Gold oder der kleineren Great Bear gebracht. Die finanziellen Möglichkeiten hat Barrick, ist der Konzern doch auf dem Weg, Ende des Jahres netto schuldenfrei zu werden.

Barrick Gold (WKN: 870450)

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren könnten: Barrick Gold.